Bewegung im Markt – wie Start-ups Handel und Haltung verändern

Shownotes

Das Vertical Retail & Consumer Products steht unter massivem Veränderungsdruck: Wertewandel, Preisbewusstsein, Digitalisierung und neue Erwartungen an Produkte prägen das Konsumverhalten. In dieser Weihnachtsfolge von „Höher hinaus“ diskutiert Florian Haas mit Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands, Markus Kuntke, Head of Trend & Innovation bei REWE, sowie Thomas Riegler, Gründer des Rising Stars Bergardi, wie Innovation im Handel heute funktioniert.

REWE gibt Einblicke in Konsumtrends, Produktentwicklung und die Rolle von Startups im Handelsökosystem – von pflanzenbasierter Ernährung über Individualisierung bis hin zur Frage, wann ein Produkt den Sprung in die Top-5 einer Kategorie schafft. Der Handelsverband beleuchtet die übergeordnete Perspektive: Werteorientierter Konsum, regionale Wertschöpfung, Plattformregulierung und die Bedeutung von Startups als „Speedboote“ einer traditionsreichen Branche.

Mit Bergardi steht ein konkretes Beispiel im Fokus, wie Produktinnovation im Consumer-Bereich aussehen kann: medizinisch validierte Sitzlösungen, die Mikro- und Makrobewegung kombinieren, Rückenschmerzen reduzieren und Prävention in den Alltag bringen. Im Gespräch geht es um Produkt-Market-Fit, Nachahmer, Skalierung im Hardware-Bereich, Online-Vertrieb und die Realität von Wachstum – ebenso wie um persönliche Learnings, Jury-Kriterien und Zukunftsbilder für Handel und Konsum.

Transkript anzeigen

00:00:05: Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, herzlich willkommen zu Ho Ho Höhe hinaus, der Weihnachtsfolge unseres EY Scala Podcast.

00:00:16: Heute geht es um das Vertical Retail und Consumer Products, nachdem ich das Krinschigkeitslevel in der Begrüßung schon nach oben getrieben habe, werde ich jetzt wieder ein bisschen runterbringen, indem ich unsere fantastischen Gäste hier bei mir begrüße und vorstelle.

00:00:32: Unsere Gäste heute, Rainer Will, Geschäftsführer des Handlersverbands, er kennt die Anforderungen, Chancen und Trends des Konsums und Handlers wie kaum ein anderer.

00:00:41: Herzlich willkommen.

00:00:42: Danke schön hier zu sein.

00:00:44: Markus Kunkke, Head of Trend and Innovation bei REWE.

00:00:48: Er bringt neue Produkttrends ins Regal und ist ein ausgewiesener Innovationsexperte.

00:00:53: Herzlich willkommen.

00:00:55: Servus, danke für die Einladung und zu viele Ehre.

00:00:58: Und Thomas Rieger, Last but not least, Gründer von Bergadi, unserem amtierenden Rising Star in diesem Vertical.

00:01:06: Herzlich willkommen im Podcast.

00:01:07: Hallo.

00:01:09: Ich sage kurz, was ihr macht, dann gerne im Talk auch noch von dir im Detail, aber was macht Bergardi?

00:01:15: Ihr entwickelt hochinnovative Sitzlösungen mit medizinisch validiertem Nutzen.

00:01:20: Die Stühle fördern durch eine spezielle aktive Technologie Mikrobewegungen im Beckenbereich, Hipstone-Lie.

00:01:27: Verbessern Haltung, Konzentration und reduzieren Schmerzen wissenschaftlich bewiesen.

00:01:33: Also ein Produkt, das den Bürostuhl völlig neu denkt.

00:01:36: Gerne dann in deinem Wort.

00:01:37: noch mal schön, dass ihr da seid.

00:01:43: Zu Beginn würde ich gerne mal generell über die Konsum-Trains und das Thema Produkt-Innovation im Handel sprechen, vor allem mit euch, Rainer und Markus.

00:01:52: Erste Frage an dich lieber, Rainer, wie verändert sich der Konsum, wonach suchen Kundinnen und Kunden heute, ist Funktion, Gesundheit, Nachhaltigkeit, was seht ihr dafür Trends?

00:02:03: Also ganz grundsätzlich sehen wir, dass sich natürlich das Konsumverhalten verändert hat.

00:02:08: Es gibt weniger stationäre Flächen, weil der digitale Handel über den E-Commerce stark aufgekommen ist.

00:02:14: Durch veränderliche Entwicklungen wie die Pandemie und dann die Teuerungskrise hat sich noch einmal einiges verändert im Kern.

00:02:23: ist der Konsum zunehmend Werte orientiert, das heißt weg vom klassischen Warenkauf hin zu Dienstleistungen, dem leben wir jetzt durch.

00:02:31: Gastronomie, Aufenthalte, Urlaube, all das spielt eine Rolle.

00:02:36: Wenn man die Ausgaben der letzten zehn Jahre vergleicht, dann würde man meinen, dass wir überhand haben von voll tätowierten Tierliebhabern, die Schönheits-OBS umgesetzt haben, denn diese Ausgabenbereich haben sich fast verdoppelt in dieser Zeit.

00:02:53: auch all das zuvor erwähnte, ist stark angestiegen, insbesondere nach der Pandemie, wo man ja nicht als Selbstverständlichkeit wahrgenommen hat, sich öffentlich zu bewegen, auf Konzerte zu gehen.

00:03:03: Das spiegelt sich bis heute im Kaufverhalten wieder.

00:03:06: Was abgenommen hat, sind die klassischen Warnkäufe, das heißt Elektronik, Mode, Bücher, all das ist stark unter Druck, aber eben auch aufgrund einer Fernost Ausrichtung des österreichischen Konsumenten, wo leider sehr problematische Produkte erworben werden.

00:03:23: Insgesamt sehen wir aber, dass Long-Chevy-Tier-Rolle spielt, also Gesundheit, Langlebigkeit.

00:03:28: Man immer fokussiert auch auf regionale Lebensmittel setzt auf Bioprodukte und dann eben genau bei diesen klassischen Warn im Nonfood-Handel dann einspart, wenn am Ende vom Geld noch viel Monat über ist.

00:03:42: Lieber Markus, welche Entwicklungen seht ihr bei REWA?

00:03:48: Ich glaube, der Rainer hat ja schon ganz viel ganz gut aufgegriffen, die uns natürlich im Lebensmitteleinzelhandel auch betreffen.

00:03:55: Also, die Kunden wollen individualisiertere Ernährung haben.

00:03:59: Also, ich erinnere mich noch, als ich vor zwanzig Jahren im Handel begonnen habe, oder fast zwanzig sind es mittlerweile.

00:04:04: Da hatten wir halt sechs Regalmeter mit Joghurt und Molkerei-Produkten.

00:04:09: Mittlerweile sind wir so bei zehn bis achtzehn.

00:04:12: Je nachdem, also da hat sich schon die Masse allein verändert und die Kunden haben andere Ansprüche.

00:04:17: Es geht auch viel um Produkte aus anderen Ländern, die man gerne entdeckt.

00:04:20: Also nicht nur der Feta-Käse, der glaub ich jedem bewusst ist und der Mozzarella, sondern mittlerweile geht es auch um nordische Joghurt's Whiskey oder so.

00:04:30: Und das Thema rein pflanzliche Ernährung nimmt immer mehr Raum ein auch.

00:04:34: Immer mehr Konsumenten entscheiden sich bewusst gegen konventionelle Produkte und möchten was Neues ausprobieren, teilweise aus Unverträglichkeitsgründen.

00:04:44: Wir alle erleben ja, dass jede Generation mehr Allergien und mehr Unverträglichkeiten entwickelt und das ist natürlich im Lebensmittelbereich besonders spürbar und deswegen brauchen wir da Alternativen, die die Kunden auch haben möchten.

00:04:56: Ich möchte gleich bei dir bleiben, Markus, wie entdeckt und entwickelt rewe neue Produkte, egal ob jetzt Food oder Non-Food und auch welche Rolle spielen Start-ups in diesem Ökosystem.

00:05:09: Also sagen wir es mal so, ich glaube, grundsätzlich ist es so, der Handel war nie im einem Magenbereich der Innovationstreiber im klassischen Sinne.

00:05:18: Das war eigentlich immer eine Industrieaufgabe.

00:05:21: Und man hat dann später, um die Preisleiter auch zu komplettieren, dann immer mit einem Eigenmarkenprodukt noch was dazu gebracht, was diesen Trend aufgreift.

00:05:30: Das hat sich mittlerweile geändert, einfach auch, weil sich die Bedingungen im Handel geändert haben.

00:05:35: Wir hatten ja diese Situation, Corona kam rein, die Ukraine-Krise, also der Krieg dort, der Angriffskrieg der Russen, die dazu geführt haben, dass auch die Handelslandschaft ganz schön durchgerüttelt worden ist.

00:05:46: Also einmal mit viel vermehrten Käufen, mit Bevorratungskäufen, aber auch das Konsumenten jetzt bewusster entscheiden nochmal, was sie wollen.

00:05:56: Und wir haben eine Situation, die wir so eigentlich immer wieder haben, nämlich dass die Zielgruppe sich ändert, aber die Zielgruppe, die jetzt gerade neu heranwächst, hat noch mal speziellere Bedürfnisse.

00:06:07: Und das hat auch dazu geführt, dass man an den Händler anderer Erwartungshaltung hat.

00:06:11: Früher ging es darum, unsere Aufgabe war es, ein Produkt zu haben, das bitte den richtigen Preis hatte und dann hat der Kunde es gekauft.

00:06:18: Mittlerweile geht es darum, welchen Anspruch kann ich an den Händler stellen?

00:06:22: Was muss er mir bieten?

00:06:24: Und es ist nicht mehr damit getan, einfach ein Sortiment zu kuratieren.

00:06:27: Und deswegen kommen wir immer mehr auch mit eigenen Innovationen.

00:06:33: Wir haben in Österreich das Glück, dass die Kunden hier nicht jeden Trend sofort und das alle erstes haben wollen, um es mal ganz freundlich auszudrücken.

00:06:43: Das heißt, wir können uns schon anschauen, was passiert ganz links auf der Karte, wenn ich jetzt mal Richtung Amerika, aber auch Richtung Großbritannien, auch Frankreich gucken kann, was passiert dort in der Foodbranche, zum Teil aber auch Themen wie Südkorea oder auch Japan, wo sehr innovative Köpfe unterwegs sind.

00:06:59: Und dann können wir uns anschauen, was entwickelt sich dort.

00:07:01: Das übernehmen wir dann, gucken uns, was wollen wir den Kunden anbieten.

00:07:06: Und Startups haben für uns eine riesige Relevanz, weil sie eine wahnsinnige Schnelligkeit haben, die wir als Konzern uns immer wünschen, aber in der Praxis leider nicht immer so umsetzen können.

00:07:18: Und das hilft uns natürlich auch, einfach mit Startups zu gucken, was entwickeln die, weil sie können auch anpassen an die Bedürfnisse, die wir haben.

00:07:25: Häufig ist es ja so, dass eine Startup-ID toll klingt, aber dann im Handel sich schwerer platzieren lässt.

00:07:30: Und wenn wir das gemeinsam machen, dann kommt das Ideale für den Konsumenten dabei raus.

00:07:35: ausgezeichnet.

00:07:37: Rainer, aus Sicht des Handelsverbands, wie arbeitet ihr und wo arbeitet ihr mit Startups zusammen.

00:07:43: und welche Bedeutung haben Startups aus deiner Sicht auch für die Zukunft von Konsum und Handel?

00:07:49: Ja, für uns in Starbucks ganz entscheidend, weil sie eben Innovationstreiber im Pulsgeber für unsere Branche sind.

00:07:56: Sie sind letztendlich Speedboote, wenn große Konzerne unsere Handelsunternehmern Flaggschiffe sind und beides braucht, damit man Innovationen vorantreiben kann.

00:08:05: Wir sind der Meinung, dass gerade Hälftechen und Lifestyle, wachsende Segmentes sind und da müssen wir auch im klassischen Retail Schritte setzen, innovative Produkte einlisten, abseits von Food Retail eben auch andere Lösungen, egal ob es um Mobile geht, um Elektronik.

00:08:24: Und daher ist es für uns immer wichtig, weil Konsum einfach funktional wird, emotional und gesundheitsbewusst.

00:08:31: Und wir als Handelsverband, das überparteiliche Interessenvertretung, sind letztendlich ein modernes Ökosystem mit hundertjährige Historie und wir behandeln das nicht nur so symptomatisch, sondern wir geben beispielsweise am Tag des Handels, wo gerade letzte Woche vierhundert Entscheider auf CEO-Ebene waren, Minister, Botschafter von allen Seiten, den Start-ups, den Prime Place to Present, denn wir wollen genau unter der Leitung von Markus Kuntke als Start-up-Botschafter in unserer Organisation dieses Networking unterstützen, dass eben die letzte Entscheidung unserer Branche die Start-ups kennenlernen, die für ihren Bereich genau passen.

00:09:12: Egal, ob es im Onlinehandel der E-Commerce-Days oder beim Tag des Handels für den Lebensmittelhandel, Food Retail-Lösungen oder Instoatech beim Handelsflächenforum.

00:09:20: All das versuchen wir zu bündeln.

00:09:22: und das ist uns ganz entscheidend.

00:09:23: und ich möchte wirklich eine Sache hervorheben, weil man oftmals, wenn man als Konzern aus der Perspektive spricht oder als Big-Forberater, da hat man Herrscharen unterstützen, die in jedem Bereich Kompetenz haben.

00:09:38: Jene, die es als Einzelkämpfer schaffen, sich in Nischenbereichen durchzusetzen, Hundertneins kassieren und trotzdem am Markt bleiben und genau dann mitkonkurrieren.

00:09:49: Da ist es uns eine Ehre, die wirklich auch zu unterstützen, dass sie dann die Listung schaffen und dass sie sich behaupten, weil man glaubt immer, es geht nur um die Produktlösungen, es geht um Finance, es geht um harte Verhandlungen, man braucht Eigenkapital, weil die Banken noch nicht dran glauben, obwohl es auf den Werbungen oben steht.

00:10:06: und all das ist erforderlich.

00:10:07: und daher Hutabfall jedem Start-up, das soweit gekommen ist, um überhaupt in die Auswahl zu kommen.

00:10:14: Also ich möchte dem Rainer da völlig recht geben.

00:10:15: Ich möchte aber gerne noch einen Aspekt dazu bringen, den ich finde, den wir alle, die wir in großen Konzernen sitzen, immer unterschätzen.

00:10:22: Es ist nicht nur das Produkt, was ein Start-up bringt, es ist auch das Mindset und der Blickwinkel.

00:10:27: Also der Austausch führt auch einfach mal dazu, keine Ahnung, wenn unsere Vorstände oder die aus dem Wettbewerb sich mit Start-ups unterhalten, kriegt man einen ganz anderen Blick nochmal auf eine Thematik.

00:10:37: Für uns ist alles erstmal einen Knopfdruck entfernt.

00:10:40: Für ein Start-up ist das eine ganz andere Arbeit, die dahinter hängt.

00:10:43: Und deswegen würde ich es auch immer so ein bisschen als, ich möchte jetzt fast sagen, als gegenseitige Behochtung einfach... Verstanden wissen.

00:10:53: Es ist nicht nur das Produkt, das wirklich der Austausch, der auch viel bringt.

00:10:57: Bevor wir dann die Start-up-Perspektive uns vom Thomas anhören, noch eine Frage an euch.

00:11:03: Ihr wart sie beide in der Fachjury oder seid seit vielen Jahren in der Fachjury vom Scale-Up geworden.

00:11:07: Begaardia das Rising Star überzeugt.

00:11:10: Ganz allgemein, was überzeugt euch in der Jury in diesem Wörtegel besonders?

00:11:14: Worauf schaut ihr?

00:11:16: Rainer?

00:11:19: Ich persönlich habe natürlich immer den wirtschaftlichen Nutzen, aber auch den wissenschaftlichen Zugang im Fokus.

00:11:29: In Richtung des Produktes, das gewonnen hat, sei schon auch gesagt, ich habe eine Historie, komme aus einer fünf Generationen Möbelhaus, Einrichtungshaus und daher Design und Alltagsdauglichkeit ist immer schon für mich ein großes Steckenpferd gewesen.

00:11:43: Der medizinische Mehrwert ist etwas, was gerade in so einer Branche, die auch angestammt ist, nämlich dem Einrichtungshandel und Möbelbau enorm chancenreich ist, aber auch sehr umkämpft.

00:11:54: Und wenn man dann Ästhetik, Funktionalität und Marktfähigkeit irgendwie schafft und dann Hut zu bringen und dann aus der dägischen Marktlücke füllt, dann ist das schon einmal wirklich wertvoll.

00:12:05: Ja, ich persönlich habe dreißigjahr keine Operation gehabt, habe heuer zwei gehabt, weil ich mir am Bruch gekommen habe im Garten und dann noch den Rücken verletzt habe bei einem Rossener Umfall.

00:12:14: Ich bin dann auf das Produkt gekommen und habe mir noch gedacht, sensationell genau das braucht es.

00:12:18: Durch die OBS ist dann wieder gut geworden, jetzt kann ich wieder trainieren im Fitnesscenter, aber Bewegung ist entscheidend und sitzen ist ja die neue Zigarette.

00:12:26: und daher glaube ich, sind es genau solche Lösungen wie auch vom Bergade, die ganz, ganz entscheidend hilfreich sein können in einer Sitzend.

00:12:35: Welt, in der wir uns befinden.

00:12:38: Ja, was mich überzeugt hat, ist die Grundidee daran.

00:12:41: Ich denke, wir leben gerade in der Zeit, wo wir eigentlich ein Leben führen, was so in unserem Programm nicht vorgesehen war.

00:12:48: Also nichts davon stimmt mehr, wir bewegen uns nicht mehr, wir sitzen den ganzen Tag rum.

00:12:53: außer jetzt Menschen, die wirklich noch körperlich arbeiten.

00:12:56: Das ist aber bei weitem nicht mehr ein so großer Anteil, wie das früher war.

00:13:00: Und ich glaube, da braucht man Alternativen.

00:13:02: Und immer mehr Menschen interessieren sich dafür, zu profilaxieren statt dann später zu therapieren, was erst mal ein guter Ansatz ist.

00:13:09: Und deswegen gefällt mir diese Lösung, einfach was smart zu denken, wo ich mich nicht dafür schäme, dass es zu klinisch ausschaut, wenn es bei mir in der Wohnung ist.

00:13:16: Ich glaube, das ist auch mal ein wichtiger Aspekt.

00:13:18: Und so gehen wir bei allen Ideen, die uns hervorgelegt werden, vorher.

00:13:21: Also können wir uns vorstellen, dass das irgendeinen Mehrwert bietet und der Mehrwert ist auch ein ästhetischer.

00:13:27: Darf man nicht unterschätzen.

00:13:28: Bei jedem Konsumgüterprodukt geht es darum, dass ich nicht blind werde, wenn ich es anschaue.

00:13:33: Also insofern gut gemacht.

00:13:36: Ja, davor stelle ich jetzt halbe ich eben auch ein Bergadischstuhl, aber das war nicht der Grund, wieso ihr.

00:13:41: gewonnen habt.

00:13:41: So, jetzt haben wir viel über dich geredet, jetzt reden wir auch mal mit dir, lieber Thomas.

00:13:45: Ja, danke.

00:13:46: Habe ich am Anfang das zu deiner Zufriedenheit zusammengefasst, was Bergarli macht?

00:13:51: Das passt sehr gut, ja.

00:13:52: Es ist im Grundgedanken, weil es sehr gut, genau.

00:13:55: Wir machen aber nicht nur Mikrobewegungen, sondern auch Makrobewegungen, genau.

00:13:58: Also Gott, die Kombination aus beiden macht es nämlich aus.

00:14:01: Weil die Mikrobewegung machst du, wenn du so kleine Stabilisationen machst, jetzt an der Tastatur schreibst zum Beispiel und mit jemandem sprichst und die Makrobewegungen machst du, wenn dein Körper bewusst nach Bewegung sucht.

00:14:12: Und das ist ja vorhin auch angesprochen worden, so früher sind wir als Jäger und Sammler ja immer aktiv gewesen.

00:14:17: In den letzten zwanzig tausend Jahre hat unser Körper fast nicht verändert.

00:14:21: Unser Leben, unser Lebensstil, komplett.

00:14:24: Also da ist ja nichts mehr so wie es vor zwanzigtausend Jahren eigentlich war, also dass wir noch Essen trinken müssen.

00:14:31: Deswegen ist es eben so wichtig, dass man eben auch die Kombination aus Mikromaco-Wingen macht, weil das hat sonst noch keiner geschafft.

00:14:38: Wie seid ihr auf die Idee gekommen, das Sitzen zu revolutionieren?

00:14:42: Ja, ganz typisch ein Bandschirmvorfall.

00:14:45: Also von meinem Kollegen, der Walter, der hat die Initialzündung zu Bergade gehabt, die Idee, er war vorhin Autopilz-Sitzindustrie und sein Bruder hat einen Bandschirmvorfall erlitten, es war also in den Fünften.

00:14:55: Und so ist echt die Idee dann entstanden.

00:14:57: Wie kann man das Ganze präventiv bereits verhindern?

00:15:01: Da hat es damals vor zehn Jahren eigentlich keine Lösungen gegeben.

00:15:03: Alles wird nur therapiert im Nachhinein, wird geschaut, wie kann ich wieder... reabilisieren, wie kann ich wieder gesund werden?

00:15:10: Aber man hat sich nicht die Frage gestellt, wie kann ich gesund bleiben, wenn ich den ganzen Tag sitze?

00:15:15: Und so ist das Ganze entstanden.

00:15:18: Und wie genau funktioniert das?

00:15:20: Unser Prinzip jetzt, genau, also was wir hier so sagen haben, ist ein Schwenkelement.

00:15:26: Das funktioniert, wer kann sich vorstellen, wie ein Bildschirmstabilisator.

00:15:29: Das heißt man hat einerseits diesen Lagerarm, wie wenn man den Stick, den man erhält und oben wird dieses Handy oder Smartphone platziert und jetzt bewege ich unten den Stick und das Smartphone bleibt immer gerade.

00:15:41: Und so funktioniert unser Prinzip auch.

00:15:43: Ich bewege meine Hüften, bewege ich nur aus dem Unterkörper, aus der Ländwirbesäule und der Oberkörper.

00:15:49: Der Kopf bleibt wie das Smartphone immer gerade.

00:15:51: Und diese Kombination macht es ihm aus, dass ich einerseits immer stabil zur Körpermitte bin, dass ich eben aufrecht bleibe und mein Unterkörper kann sich frei bewegen und mache gezieltes Rückentraining.

00:16:01: Was sagt sie über meinen körperlichen Zustand, wenn ich Schmerzen habe, wenn ich das erste Mal auf dem Stuhl sitze?

00:16:07: Ja, grundsätzlich darf das nicht vorkommen.

00:16:11: Es kann sein, dass man eine Muskelkarte mal bekommt, weil man das nicht gewohnt ist, dass man eben in einer Sitzentätigkeit jetzt auch Bewegung durchführt.

00:16:18: Aber es kann natürlich auch durchaus vorkommen.

00:16:21: Mittlerweile geht es schon viel besser.

00:16:23: Mittlerweile ist es bequem.

00:16:24: am Anfang.

00:16:26: Habe ich mich dran gewöhnen müssen.

00:16:27: Das ist beim Gesundheitsprodukt ja auch zum Gistengarten normal oder auch gewünscht, weil das soll ja auch zeigen, dass man eine Veränderung auch macht.

00:16:35: Ihr habt die Wirkung eures Produkts auch wissenschaftlich validieren lassen, was genau war da die Studie und was ist da herausgekommen?

00:16:43: Also grundsätzlich ist es darum gegangen bei Leute, die Rückenschmerzen hatten, vor allem im Brech der Lendenhöhe Säule und im Steißband, zu untersuchen, wie wirkt sich die Bewegung?

00:16:52: unserer Stühle aus.

00:16:53: Und da haben wir gesehen, die Stuhle hat insgesamt ein Jahr gedauert.

00:16:56: Die Personen sind irgendwie gut achtet worden.

00:16:58: Das war eine Tagebuchstuhle.

00:16:59: Sie sind auf unserem Stuhl gesetzt und auf einem anderen.

00:17:02: Das war kontrollierte Stuhle dann auch, die auch restretrospektiv war.

00:17:07: Das heißt, sie sind auf beiden gesessen, auf unserem, auf einen anderen Stuhl.

00:17:12: nicht zu sehr ins Detail zu gehen.

00:17:14: Man hat dann aber gesehen, dass nach sechswöchiger Nutzung die Rückenschmerzen um siebzig Prozent reduziert wurden, weil Leute die aktive Züggeschmerzen hatten und noch die Müdigkeit um siebunddreißig Prozent.

00:17:25: Jetzt kann man sagen, das ist eine Studie, das ist kontrolliert durchgeführt worden.

00:17:29: Ja, ist es auch.

00:17:31: Man hat auch andere Aktivkonzepte, die ich vorher schon untersucht.

00:17:33: Und da ist, bezüglich der Müdigkeit, als ähnliches rauszukommen, dass es ca.

00:17:37: dreißig Prozent weniger Müdigkeit macht.

00:17:39: Das liegt einfach daran, weil man allgemein mehr Bewegung macht.

00:17:41: Das heißt, das metabolische System wird einfach angeregt, die Durchblutung und die Nährstoffversorgung zum Gehirn und den Baunschämen sind auch besser.

00:17:48: Was bei uns neu dazugekommen ist, ist eben auch die Rückenschmerzreduktion, weil ich eben, so wie ich es vorher angesprochen habe, ein ganz gezieltes Tränen der Rückmuskulatur habe und einfach wenn ich selber stärker werde und eine Muskulatur wieder rückbilde oder aufbaue, wenn ich noch keine hatte, dann bin ich einfach weniger anfühlt, dass ich Rückenschmerzen und Verspannungen habe und deswegen hilft der Produkt eben auch so gut.

00:18:09: Ich sage mal, Wissenschaft ist noch das eine, aber in der Praxis muss ich auch das Ganze profilieren.

00:18:14: Wir haben schon gesehen, dass ca.

00:18:15: achtzig Prozent unserer Nutzrennen dann wirklich sehr gute gesundliche Effekte auch hat.

00:18:21: Wer sind eure Kundinnen und Kunden?

00:18:24: Grundsätzlich haben wir zwei Bereiche.

00:18:26: Einerseits sind wir da im Homeoffice und im Officebereich.

00:18:29: Das heißt, klassische Leute wie du, die halt sehr viel sitzen auch im Büro sind.

00:18:36: Das sagt, dass ich viel

00:18:39: sitze.

00:18:39: Normalerweise

00:18:41: liegt ich.

00:18:44: Einerseits sind wir im Büro und im Homeoffice-Bereich, wo wir unsere Sattel- und Ergonomie-Stühle haben und zusätzlich sind wir auch im Medizinbereich, Zahnärzte, Algemeinmedizinerinnen, die eben auch, ich sage mal, die haben dieses magische Dreck, die sind erreichbar.

00:19:00: Die haben den Pain, die haben sehr viel Schmerzen und sie haben die Ausgabe Bereitschaft eben für diesen Möbel und deswegen sind sie für uns so eine gute Nischen-Zilkuppe auch, wo wir am Anfang sehr stark herausgewachsen sind.

00:19:10: Und für uns ist einfach auch diese Zilkuppe wichtig, weil man einfach aus einem Trast heraus, also einen Vertrauen auch generiert natürlich, weil wenn es jetzt ein Arzt, eine Zahnärztin verwendet zum Beispiel, ist es natürlich auch eine gewisse Leitfigur, die das auch nach Osten trägt und deswegen war es für uns eine sehr wichtige Zilkuppe am Anfang vor allem.

00:19:30: Habt ihr von Anfang an gewusst, was euer ICP, also das ideal Customer Profile ist?

00:19:34: Habt ihr immer gewusst, wer eure Kundinnen und Kunden sind?

00:19:37: Grundsätzlich, das ist mit der Zeit so entstanden.

00:19:39: Wir sind am Anfang sehr viel offen unterwegs gewesen.

00:19:42: Also sehr viel auf Messen auch.

00:19:44: Und da haben wir am Anfang eher mehr für Homeoffice-Office auch verkauft.

00:19:49: Da waren da sehr viel auf Designmisten unterwegs.

00:19:51: Und dann ist aber bei der Designmesse, bei den Zeilen hat es auf uns zugekommen.

00:19:54: Und so ist das Ganze ins Laufen gekommen, dass er sagt, na, ich habe ja auch Hühnenschmerzen den ganzen Tag.

00:19:58: Und ich habe auch so einen ähnlichen Stuhl bei mir, aber der hat dann nicht das Bewegung dazu.

00:20:02: Und das hat ihm dann sehr gefallen.

00:20:04: Dann haben wir ihm das Produkt verkauft.

00:20:05: Er war sehr begeistert von dem Produkt dann auch.

00:20:09: Und ja, war dann sehr ... ist dann eben auch so weitergegangen, dass weitere Zahlen auf uns zukommen sind und dass es eben auch so ins Laufen gekommen ist.

00:20:20: Markus, Produkt ist das eine, aber Produkt ist natürlich immer nur so gut, wie die Kundinnen und Kunden das kaufen.

00:20:27: Wie macht ihr das bei Rewe, gerade wenn ihr mit Start-ups zusammenarbeitet?

00:20:30: Wie findet ihr heraus, wer die richtigen Kundinnen und Kunden sind?

00:20:35: Ab an sagt ihr, das wird von den Kundinnen und Kunden angenommen.

00:20:40: Also, nachdem wir die besten Kundinnen und Kunden der Welt haben, ist es natürlich für uns überhaupt kein Problem.

00:20:44: Nein, Scherz, beiseite.

00:20:45: Also, ich glaube, es geht erst mal darum, wir gehen mit unserem Wissen, was wir haben, ran und versuchen natürlich den Start-ups möglichst viel Feedback zu geben.

00:20:55: Und je nachdem, wie positiv oder negativ das Start-up dem Feedback gegenübersteht, passen wir das Produkt teilweise auch an.

00:21:04: Oder das Start-up passt es an nach unserem Feedback.

00:21:08: Und dann gehen wir raus und dann gucken wir uns an, wie entwickeln sich Abverkäufe.

00:21:11: Weil jetzt muss man auch sagen, es gibt bei uns in der Branche eine Regel, einmal verkaufen kann jeder Trottel, um es mal bös auszusprechen.

00:21:18: Also das geht immer, das funktioniert.

00:21:20: Das Problem ist, kriegst du den Kunden wieder, kommt er wieder und irgendwie wünscht man sich ja, dass der Kunde dieses Produkt noch mal kauft, weil sonst ist der Markt irgendwann zu Ende und der Geschäftsweg fällt weg.

00:21:32: Und da gucken wir uns sehr gut an, wie entwickelt sich das Produkt.

00:21:34: Das heißt, wenn es das zweite und dritte Mal gekauft wird, wie sind die Ergebnisse und schafft es irgendwann in die Mitte der Abverkaufszahlen dieser Kategorie zu kommen.

00:21:43: Also wir gehen wirklich auf jede Kategorie runter, schauen uns an, um es mal ganz einfach zu sagen.

00:21:48: Stellen wir uns vor, wir haben zehn Produkte in einem Regal stehen, dann hätte ich ganz gern, dass er unter den Top fünf ist mit dem Startup.

00:21:54: Das ist so der Zielplan, weil wir einfach sagen, Da drunter ist der Aufwand echt groß und final ist auch die Erfahrung daraus.

00:22:04: Wenn man nicht unter die Top fünf kommt, dann wird es für Startup auch kein Business, aus dem man mehr Geld rausziehen kann als die Stromrechnung.

00:22:11: Und dann wird es auch unspektakulär für alle Seiten.

00:22:15: Rainer, was ist deine Erfahrung nach?

00:22:18: Was sind Kriterien, die wichtig sind, wenn ein Startup den Kunden, die Kundin sucht, finden und binden?

00:22:25: Haben wir jetzt gerade gelernt.

00:22:26: War das wichtig?

00:22:27: Ja, also, der Markus hat das all schon perfekt erklärt, als Rewe ist er dann natürlich berufen dazu.

00:22:34: Ich sehe einfach die... authentische Lösung echter Problem aufzugreifen als den nachhaltigsten Zugang, dass man sie auch hält am Markt.

00:22:43: und dann ist es sekundär, bei welcher Wege man dann die Zielgruppen erschließt, im besten Falle und das ist ja schon angesprochen worden, hat man dann eben einen Testkunden, der dann auch noch als Multiplikator funktioniert.

00:22:59: Besser kann es ja dann nicht funktionieren, wenn es so angenommen wird, um dann in die Breite zu gehen und wir sehen sie immer wieder das natürlich ja dann spannende Wege und Botschaften dazu führen, dass es dann noch einmal mehr Skalierung bekommt.

00:23:12: Wenn man diesen Stanley Cup denken, wie lange gibt es denn schon unglaublich viele Online Berichte darüber, wie noch am Verkehrsunfall alles kaputt war beim Auto, aber dieser Becher war unversehrt.

00:23:24: Und wenn so eine Storytelling dann praktisch noch mehr breite erreicht, dann ist das ganz klar, dass man natürlich so breit werden kann, dass auch die Reve ... wirklich mit einer Absurzzahlnis.

00:23:36: Ich finde auch, also du hast mir jetzt gerade ein schönes Beispiel geliefert.

00:23:40: Ich finde, wenn ein Produkt so gut ist, dass es trotz Nachahmern immer noch weiter besteht, ja, Stanley Cup, nehmen wir auch Nespresso, um jetzt mal in meinem Herzensthemenbereich zu bleiben, nämlich dem Food, dann siehst du einfach wirklich, du hast es wirklich geschafft.

00:23:56: Natürlich nimmt der das immer ein bisschen Umsatz weg, aber es ist das größte Kompliment, was die Branche der machen kann.

00:24:01: Und wenn du gut bist, dann bestehst du weiter.

00:24:06: Thomas, ich würde gerne mit dir und dann auch mit euch über das Thema Skalierung sprechen.

00:24:11: Das Produkt und die Einführung haben wir ja schon geredet.

00:24:14: Du hast jetzt gerade gehört, der Markus sagt nachahmer.

00:24:16: Wie viel Angst habt ihr von nachahmern und was tut sie, um euch zu schützen?

00:24:22: Ja.

00:24:23: Also wir differenzieren uns ja jetzt sehr stark über das Produkt natürlich.

00:24:26: Wir sind die ersten jetzt wirklich eine stabile Bewegung auch ermöglichen.

00:24:29: Wir sind natürlich patentiert, also haben da schon einen gewissen Schutz natürlich auch.

00:24:34: Aber bei uns natürlich, wir entwickeln auch unsere IP ständig weiter.

00:24:37: Das heißt, wir schauen immer natürlich mit unserem Produkt einen Schritt voraus zu sein.

00:24:40: Das heißt, selbst wenn wir einen Nachahmer haben, haben wir wieder andere Funktionen oder andere Produkte, die sich wiederum abheben.

00:24:46: Das heißt, bei uns ist es auch immer so, ja Vorreiter zu sein in unserem Bereich, in unserem Sitzweltmarkt.

00:24:52: Und deswegen, natürlich, es wird irgendwann Nachhämer geben und es wird willkommen oder bzw.

00:24:57: gibt es ja auch schon jegliche Produkte, die jetzt aber einfach jetzt nur von der Differenzierung ein bisschen anders sind als unsere.

00:25:03: Aber ich glaube, das geht es auch wirklich darum, man muss sich auch immer weiterentwickeln und wer stehen bleibt, der hat sowieso langfristig keine Chance am Markt.

00:25:11: Wie funktioniert bei euch die... Skalierung, seit der jahrelang immer gegessen Hardware ist hart, das ist nicht unbedingt das, was Investoren und Investoren mögen, wenn man auf die reine Skalierung schaut.

00:25:22: Ihr seid es trotzdem beim Scale-Up geworden, als Rising Star ausgezeichnet worden.

00:25:27: Wie schaut es da mit Skalierungspotenzial aus?

00:25:29: Ja, man sagt immer Hardware ist Hardcore.

00:25:32: Das stimmt natürlich.

00:25:33: Ich glaube, diese Skalierung dauert einfach nur nicht immer etwas länger, weil du einfach auch Vorfinanzierungen hast, die du tätigen musst.

00:25:41: Natürlich ist das eine Drittel, dass du jetzt da in Produktion steckst, kannst du nicht die Mitarbeiter investieren, wie es vielleicht oft in der Software ist.

00:25:47: Das heißt, du hast da einfach schon mal finanziell einfach eine größere Hürde.

00:25:51: Bei uns funktioniert es trotzdem sehr gut, einfach online, weil wir einfach immer ... Alles noch KPI ist auch aufgebaut haben.

00:25:58: Das heißt, wir haben nichts da den Zufall überlassen.

00:26:01: Wir haben immer geschaut, unsere Website, wie können wir unser Produkt so darstellen, weil das war eines unserer Herausforderungen.

00:26:06: Wir sind zwar, wenn man jetzt auf einer Messe sind, wenn man jetzt aktiv auf uns Produkt sitzt oder es sieht, merkt man den Unterschied sofort.

00:26:14: Aber wie kann man das Ganze auch transferieren im Onlineshop so, dass die Leute es nicht fühlen müssen ins Produkt und trotzdem verstehen?

00:26:22: Und ich glaube, gerade da haben wir einen riesigen Vorteil, weil wir haben es vorhin auch schon angesprochen, dass immer mehr Onnen gekauft wird.

00:26:29: Als wir noch angefangen haben, waren über und neunzig Prozent der Möbel, wurden im stationären Handel gekauft.

00:26:34: Mittlerweile sind wir da unter neunzig Prozent auch.

00:26:37: Das heißt, da ist einfach ein enormer Schiff auch jetzt derzeit da.

00:26:41: Die Leute sind bereit, dass es Onnen kaufen, vor allem die vom Landkund natürlich.

00:26:45: Und uns gelingt es einfach sehr gut, weil wir ... gut differenzieren können.

00:26:50: Unser Produkt unterscheidet sich noch auch sehr stark zu bisher bestehenden Produkten.

00:26:54: Wir fahren auch sehr gute Online-Kampagnen, haben einen sehr guten Rohr aus, und entwickeln das ständig weiter, um auch die KBIS dann wieder zu verbessern.

00:27:02: Und dieser Kreislauf schafft es dann eben auch, dass wir insgesamt dann auch skalieren können.

00:27:07: Was sind so die größten Herausforderungen beim Skalieren?

00:27:12: Na ja, grundsätzlich immer natürlich Einen Koffer kaufen natürlich immer.

00:27:18: Wir waren ja auch bei zwei Minuten zwei Millionen.

00:27:20: Da haben wir sehr starke Nachfrage-Peak gehabt natürlich und haben das sehr stark eingekauft.

00:27:25: Und dann hast du diesen klassischen Pull-Wip-Effekt, dass du sehr viel auf Lager liegen hast.

00:27:29: Die Nachfrage geht wieder zurück.

00:27:31: Und dann hast du einfach am Ende des Jahres oder haben wir vor zweieinhalb Jahren hunderttausend auf Lager gehabt in der Bilanz.

00:27:39: Diese hunderttausende kann sich viel besser investieren, indem du da kennst, deine Mitarbeiter das ganze einstellen zum Beispiel und der könnt du wieder Wertschiff einbringen und mehr Studie auch wieder verkaufen.

00:27:48: Das heißt, das Wichtige ist einfach immer, dass du hier eine gute Balance hast zwischen Einkauf, Verkauf, weil das hält dich sonst auch auf.

00:27:55: Also wenn du da jetzt auch noch auf gut Glück einkaufst, dann wird es schwierig werden.

00:28:01: Thema Skalierung, was sind die großen Herausforderungen, auch welche Tipps habt ihr Markus?

00:28:10: Also es ist natürlich jetzt gerade bei eurem Scale-Up so zu sagen, fällt es mir schwer, Tipps zu geben, weil es also nicht unser Branche ist.

00:28:18: Grundsätzlich muss man immer sagen, also ich würde mir für den Start immer einen Markt aussuchen, den ich persönlich verstehe.

00:28:27: Ja, also das ist doch, ich sage geben immer, Österreich ist für ein Startup für mich der ideale Markt, weil er so ein bisschen überschaubar ist.

00:28:36: Die Menschen sind erstmal konservative und qualitätsbewusst und schätzen das Regionale.

00:28:44: Also das ist ein großartiger Markt.

00:28:45: Und dann würde ich mir überlegen, welcher Markt ist relativ ähnlich, um meine Skalierung so fortzusetzen.

00:28:52: Ich würde mich, weil alle immer mehr erzählen, es ist so toll, nach Deutschland zu gehen und das ist so das große Ziel, was alle im Kopf haben und ich halte es persönlich.

00:29:00: Ich bin ein Deutscher und ich habe dort sehr lange gearbeitet.

00:29:03: Halt es immer für den Handel, für den größten anzunehmenden Unfall, weil der Handel extrem zerklüftet ist.

00:29:09: Die Situation ist extrem unterschiedlich, die Kaufkraft ist extrem unterschiedlich.

00:29:13: Das heißt, man muss sehr, sehr, sehr viel im Blick behalten, um da nicht völlig aus der Kurve getragen zu werden und auf den ersten Metern gleich zu scheitern.

00:29:22: Deswegen wäre meine Empfehlung immer, sich zu überlegen, was kann ich einschätzen?

00:29:27: Wo fühle ich mich oder wo verstehe ich, wie die Kultur funktioniert und was kann ich überblicken?

00:29:34: Reiner?

00:29:37: Schwierige Frage.

00:29:42: Mein Hinweis ist weniger als Verbandsgeschäftsführ, sondern eher als auch einmaliger Gründer, weil schon sehr viel über Inhalt und Idee gesagt worden ist und ich selber aus dieser Branche auch komme.

00:29:56: Da ist alles exzellent richtig gemacht worden, weil Bei uns war es eine Generation, an dem wir weiter vorn nachdem wir in einem Skigebiet Gaststätten eingerichtet haben und wie die Computerkommens sind.

00:30:07: Immer mehr habe ich mir gedacht, die mache ich zum Hausungen von PC-Tauern, weil man gedacht hat, das ist dann auch schön als Einrichtungsgegenstand und kann man vielleicht auch Büro-Mobilefirmen vertreiben.

00:30:20: Ist er nicht aufgriffen worden, hat sie irgendwie nicht durchgesetzt.

00:30:22: Jetzt hat man gar keine Tauer mehr als es in der Cloud.

00:30:26: Bei Bergadi hat man von Megatrend gesetzt.

00:30:29: Wie schon gesagt, das Sitzen ist die Neuzigrette.

00:30:32: Daher will ich perfekt umgesetzt, in die Breite zu kommen und den Markteintritt hat der Marco schon bestmöglich ausgeführt.

00:30:39: Ich sehe... beim Markteintritt nur eine andere Perspektive, weil ja Unternehmen auch selber gründet haben, die dann größer worden sind und meist war dabei einhergehend ein Gesellschaft der Wechsel, sprich es ist ein großes Unternehmen dann eintreten und hat Kapitalanteile genommen.

00:30:58: und ich kann nur jedem empfehlen, Lieber mit Friends Family zu sprechen, wenn es größer wird mit Banken, wenn man eine nachhaltige Lösung hat, die sie durchsetzen wird.

00:31:09: Und man der Meinung ist, als zu schnell zu viel Eigenkapitalanteile wegzugeben, weil man dann schnell vom Pilot zum Passagier wird und man dann andere Einflüsse hat, die extrem unter Druck bringen.

00:31:20: Und dann wäre es schade, wenn man zehn Jahre lang laufen ist für eine Idee, wo noch keiner dran glaubt hat und man dann auf einmal die eigene Idee zukünstig ausverkauft hat.

00:31:27: Das ist nur meine Perspektive.

00:31:30: auf die Dinge und daher kann ich dem gar nicht mehr hinzufügen, sonst den halt nicht.

00:31:35: Dann würde ich gerne mit euch noch einmal einen Blick in die Glaskugel werfen und zwar schauen wir mal fünf Jahre in die Zukunft, Thomas, wo steht Bergadi dann, was ist eure Vision, was wollt ihr bis dahin erreicht haben?

00:31:47: Ja, also grundsätzlich derzeit sind wir sehr stark im Nischenbereich, jetzt bei unsere Gesundheitsstühle für Office, Home Office und auch Medizin.

00:31:56: Wir sind jetzt dabei, dass eben auch einen Adapter entwickeln, dass man unsere Stühle in andere Konzepte auch einbauen kann, also es ist nicht mehr auf unsere Stühle beschränkt zu sein.

00:32:04: und auch mit anderen Herstellern zusammenarbeiten zu können.

00:32:07: Demnach glaube ich eben auch, dass wir in fünf Jahren schon in sehr vielen Bereichen auch tätig sein werden oder dass unser Konzept in vielen Bereichen auch eingebaut wird und dementsprechend auch jeder jemanden kennen wird, der schon auf einem bergale oder bewegenden Stuhl sitzen wird.

00:32:25: Sehr schön.

00:32:26: Reiner, wie sieht der Handel in fünf Jahren aus?

00:32:29: Wie viel Zeit haben wir?

00:32:31: Ich denke einfach, dass wir einen sehr großen Fokus darauf legen sollten.

00:32:38: als Hochlohnstandort der Qualität der heimischen Produkte bewusst zu sein.

00:32:43: Wenn man gerade in diesen Monaten immer wieder wahrnimmt, dass es nur noch um Billigstpreise geht, nur noch um das günstigste Produkt, dann ist es beim Hühnerfleisch so, dass es auch in Polen günstigere Produkte gibt, günstigeres Hühnerfleisch und beim Rind ist noch günstiger in Holland, weil da sind statt Tausend Tieren, fünfzehntausend auf der Farm.

00:33:04: Und wenn man politisch weiterhin so agiert, dann wird man auch mittelfristig diese regionalen Wertschöpfungsbereiche und damit die regionalen Jobs der Produzenten und der Landwirtschaft auf Spiel setzen, wenn man immer noch ein Billigpreisvergleiche kurzfristig denkt.

00:33:21: Daher da Bell, wir wollen noch keine günstigen Jobs haben.

00:33:24: Als Hochlohnstandard sollte man uns der Zusammenhänge bewusst sein, aber auch was die Haltungen und den Bio-Standard betrifft, den Maestroismus-Standard leben.

00:33:32: Wir werden uns aber auch in fünf Jahren weiterhin mit der Fernostkonkurrenz auseinandersetzen.

00:33:37: müssen und hoffen, dass bis dahin eine Plattformhaftung auch national umgesetzt ist, weil der Zoll überfordert ist und wir bei der Stadt mit schon einmal erprobter Weise als Österreich-Front dran sein könnten in dem Marktplätze für falsche Deklarationen von Mehrwertsteuern haften, wie sagen der Konsument so, dass, was er auch mit der Kreditkarte gezahlt hat, auch beim Frachtdokumenten mit dem selben Warnwert entgegennehmen können, sonst verlieren wir eben pro Jahr eine Milliarde an Steuereinnahmen und das wollen wir deshalb nicht, weil wir die heimischen Jobs sichern wollen.

00:34:08: Wir wollen aber auch, wie gerade angesprochen worden ist, vom Thomas Riegler diese Nachahmer reduzieren und derzeit werden wir nicht nur von einer Müllstraße überflutet können, über den Planeten von Timur und Shein und Co.

00:34:22: Sondern es ist auch eine Flut an nachahmer Produkten auf allen Ebernen und genau da.

00:34:27: gibt es einen Riegel, den man vorschieben kann, um wieder diese Fairness zu leben.

00:34:31: Und das hätte viele positive Effekte.

00:34:33: Das heißt, auf unserer Perspektive werden wir uns weiterhin darum kümmern, dass das wieder besser wird, damit Innovation sich auch auszahlt, dass man dann nicht nur symptomatische Lösungen an politischer Natur setzt, sondern genau das, was jeden Start-up auch wehtut, wieder mal reduzieren kann, nämlich die Bürokratie und vor allem auch die Kosten, die explodiert sind in den Filmbereichen und damit auch preistreibend gewirkt haben.

00:34:57: Markus, Handlung, Konsum in fünf Jahren.

00:35:02: Also, wenn mich die letzten fünf Jahre was gelehrt haben, dann ist, dass unsere Prognosen alle schall und rauch sind, sondern wir einfach nur Arbeitsthesen entwickeln können, weil wir wissen nicht, wie ganz links und ganz rechts auf dem Globus die Herrschaften sich gerade entscheiden durchzudrehen, um realistisch zu sein.

00:35:16: Also, wenn wir aktuell einen, was würde ich mir hoffen, wenn alles jetzt so bleibt, wie es ist, Dann wäre es schon so, dass wir deutlich digitaler geworden sind, dass das Thema Omni-Channel vom klassischen Buzzword, das wir seit zehn Jahren im Handel um die QFG treiben, ein bisschen mehr Realität wurde, weil ich möchte schon die kritische These aufwerfen.

00:35:44: Die asiatische Konkurrenz, die wir aktuell im Markt haben, ist nicht nur da, weil sie so günstig sind.

00:35:49: Da muss man schon fair sein.

00:35:51: Sonst machen sie auch viel richtig.

00:35:54: Ich finde, wir unterschätzen schon gerne den Effekt von Customer Experience.

00:36:01: Wir haben es uns alle sehr gemütlich in unseren Heimatmärkten eingerichtet.

00:36:05: Und ich glaube, da braucht sich kein Händler rausnehmen.

00:36:08: Da muss man ganz klar sagen.

00:36:10: Und da ist natürlich mehr Mut, der ist mit Sicherheit auch, weil es weniger Regeln gibt.

00:36:14: Das muss man klar sagen, weil man mehr probieren darf.

00:36:18: Insofern ist meine große Hoffnung, dass wir gerade in dieser Zeit jetzt gesehen haben, dass wir viel mehr Mut haben können und Sachen auch einmal zur Trauern auszuprobieren, auch mit der Gefahr, dass sie scheitern.

00:36:30: Das muss man ganz realistisch schon sehen.

00:36:32: Nicht jede Idee wird großartig, genauso wie bei einem Start-up ist das auch bei einem Konzern.

00:36:37: Ich glaube also, es wird mehr Möglichkeiten geben, sich Individualisierte mit wahren des täglichen Bedarfs zu versorgen.

00:36:47: Ich denke, das Thema Freizeit wird deutlich höher in Stellenwert haben.

00:36:52: Wir werden viele redundante Tätigkeiten abgeben können an Technik, also gerade Ich sage jetzt mal meine Lieblingsfrage, die immer kommt ist, ich habe gerade angefangen, wieviel Tage Urlaub habe ich.

00:37:03: Das ist so eine Frage, die einen Mitarbeiter bei uns im People and Culture Team, wahrscheinlich, eighty viermal am Tag gefühlt beantwortet.

00:37:10: Da muss man sagen, also da muss ich eigentlich niemand für hinsetzen, auch weil es für die Person wahrscheinlich ziemlich fad ist, das immer redundant wiederzugeben.

00:37:16: Und ich glaube, das sind Sachen, die kann man abgeben.

00:37:19: Das heißt, in der idealen Welt wird der Job für alle noch spannender und besser.

00:37:25: Also was das Asien-Thema betrifft, sicherlich kann man viel lernen, aber wenn man immer als Zweiter startet mit einer Ritterrüstung an Auflagen hört und der andere in dem Fall der Fernosthängler sich frei wie ein Vogel bewegt, dann ist auch klar, wer als erstens Ziel kommt, ist auch klar, wer dann mehr Möglichkeiten hat, Innovationen umzusetzen.

00:37:43: Und uns geht es um diese Fernrahmenbedingungen.

00:37:46: Nur eine Zahl, dreizehn Milliarden Euro.

00:37:49: Das haben im letzten Jahr alle in Österreich lebenden Menschen im Onlinehandel ausgegeben.

00:37:54: Im selben Zeitraum hat AliExpress im Wert von ´thausend, dreihundertfünfzig Milliarden Euro waren versendet.

00:38:03: Und wenn man lernen kann, also aussehen dann potenziell auch die heimische Politik dort.

00:38:11: gibt es dann die Vorgabe, um zehn Prozent wächst der E-Commerce pro Jahr und das wird mit allen Mitteln unterstützt und umgesetzt.

00:38:17: und wir brauchen auch wieder klare Zielehaltung,

00:38:19: wo wir

00:38:20: als Land uns hin entwickeln wollen.

00:38:22: Wir werden es nicht sehr hoch gewinnen über den Preis, wenn man diese Mengen unterschiede und damit die losgrößten der Produktion sich vor Augen führt, sondern wir können es über Qualität gewinnen.

00:38:32: Wenn aber jede Woche Arbeiterkamerpreisvergleich kommt, ohne zu differenzieren, dass in Deutschland alles so viel billiger ist, da sind wir jetzt auf einem guten Weg, was die Einkaufsmöglichkeiten auch von globalen Industriekonzernen betrifft für den heimischen Handel, dann wird es, wenn diese Permanente Billigpreisdebatte weiter geht nicht sehr gut um den Standort stehen.

00:38:53: Wir haben da andere Perspektive.

00:38:55: Wir wollen von neuen Regionen lernen und wir wollen einfach wettbewerbsfähige Kostenstruktur haben, weil dann können einfach noch mehr Unternehmen sich durchsetzen von der Idee in der Garage bis zum Konzept, bis zur Umsetzung, wie da vielleicht mehr Fundraisinger betreiben.

00:39:10: Man muss fairerweise sagen, in den letzten Jahren seit der Teuerungskrise hat sie am Eigenkapitalmarkt nicht grad rosige Zeiten für die Startups gegeben.

00:39:18: Und all das wollen wir wieder zurück haben, dass es dann wieder leichter wird, auch für innovative Tänze durchzusetzen.

00:39:23: Und auch ob wir so ja nicht nur ein wirtschaftspolitisches Museum sein, wo man vielleicht Lederhosen anhaut, Skis in der Hand und dann vielleicht noch ein Winderschnitzel, das nicht aus Österreiches ist, sondern wir wollen ja auch mehr mitspüren bei der ganzen KI-Revolution, wo wir auch Prozent BIP-Potenzial hätten, wenn wir es heben.

00:39:44: Aber wenn man sich teilweise den Stau einen staatlichen und staatlichen Bereich anschaut, dann hat man erst Gefühl, es wird statt Taxi bald wieder auf Pferdekutschen geben und da muss man halt für eine Innovation noch heben.

00:39:56: Wenn man Governance, die für zwei Mal Deutschland ausreichen würde im öffentlichen Bereich, jeder ist für was zuständig und keiner ist für was verantwortlich.

00:40:03: und ich glaube, da muss man so fair sein, dass man da ein bisschen mehr rausnimmt, damit man denen, die sich am freien Markt bewegen, wieder mehr geben kann.

00:40:11: Weniger fesseln, mehr Mut.

00:40:14: Mehr, für die ich aufstehen, statt sitzen.

00:40:16: Genau.

00:40:17: Das führt noch vorhin.

00:40:18: Das ist

00:40:19: doch ein schöner Schlusssatz.

00:40:20: Vielen Dank für die spannenden Einblicke.

00:40:23: Ich würde zum Schluss gerne mit euch noch unsere Scale Speed Round machen.

00:40:28: Das ist ein Wordrap.

00:40:31: Ich werfe euch Sätze zu, die ihr dann bitte in immer derselben Reihenfolge kompliziert.

00:40:38: Das heißt, wir fallen bei dir Thomas an.

00:40:40: Gehen dann zu dir, Markus, und gehen dann zu dir lieber reiner.

00:40:45: Alles klar?

00:40:46: Dann legen wir los.

00:40:48: Wenn ich morgen neu starten könnte, würde ich... Ja, wieder ein Startup gründen.

00:40:54: Jeder Gründer, der was anderes sagen würde, der hätte was falsch gemacht.

00:40:58: Vor allem, wenn es gut läuft.

00:41:02: Also, wenn ich morgen neu starten würde, würde ich alles genauso machen wie bisher.

00:41:06: Ich liebe meinen Job und die meistgestellte Frage, die ich kriege ist, warum machst du keinen Startup?

00:41:10: Und ich muss einfach sagen, ich genieße meine Freiheiten mit der Sicherheit eines Konzerns, aber ich bewundere jeden für den Mut.

00:41:20: Bei mir ist es das Gleiche.

00:41:21: Ich würde nicht viel anderes machen.

00:41:24: Ich habe den Luxus gehabt, schon Unternehmen zu gründen, im staatlichen Bereich einmal kurz tätig zu sein und zu wissen, dass ich dort nicht alt werden möchte.

00:41:35: Verband ist oldschool, aber ich sehe es als modernes Ökosystem.

00:41:38: Mir macht es eine Riesenfreude, letztendlich alles dazu zu unternehmen, dass man den Konsum wieder stärker im Land hält und hier viele Initiativen zu setzen.

00:41:47: Eine Branche, die eigentlich politisch immer eher nicht der Vorzugschüler ist in der Wahrnehmung, auch eine klare Identität zu geben.

00:41:56: Ein kleines Haus am Stadtrand, wo die Rehe vorbeikommen am Abend.

00:42:00: Am Schluss, alles, was wir da so plaudern, ist nicht so viel ein hoher Relevanzwert für solche Wesen anderer Levels.

00:42:08: Und daher kann ich noch sagen, alles ist wichtig im Leben für die Person im Moment.

00:42:12: Aber ich bin glücklich wie sie ist und bin dankbar, dass ich die größeren Fehler schon früher in meinem Leben gemacht habe.

00:42:18: so dass sie mit Fahrtlauf des Lebens nicht nur teurer geworden sind.

00:42:23: Mein größter A-H-Moment war... Boah, ein größter Startup gibt es ja sehr viele A-H-Momente.

00:42:31: Ich glaube, wenn wir ein Rising-Star geworden sind, das war schon etwas.

00:42:35: Man muss schon sagen... Man nimmt sich immer meine Stände oder auch Ziele vor.

00:42:40: Und man vergisst oft auch diesen Weg.

00:42:43: Und gerade das sollte man ein bisschen auch wertschätzen, dass man auch immer Schritt für Schritt geht.

00:42:49: Und diesen einen Erhabenmoment gibt es da jetzt nicht.

00:42:52: Aber ich sage mir so, die ersten zwei Personen, die unsere Schlüge testet haben, waren unsere ersten zwei Kunden.

00:42:58: Und durch diese haben wir so viel.

00:42:59: Erfahrung geschafft.

00:43:01: Und da muss ich so weit entwickeln, sondern so viel gepusht, dass wir da wirklich Schritt für Schritt auch gehen konnten.

00:43:07: Und ja, der erste Aharmoment, den widmen ich dann unseren ersten Zweckhunden.

00:43:13: Ich habe gerade lange darüber nachgedacht, was ich als Aharmoment, ich glaube, es gibt einige, aber ich glaube, was für mich am wichtigsten ist, war die Erkenntnis, als ich mit diesem Innovationsthema gestartet habe und mit Start-up-Korporationen,

00:43:25: dass

00:43:26: ich in meiner Anfangsphase unterschätzt habe, wie wichtig das Team von einem Start-up ist.

00:43:31: Am Anfang habe ich gedacht, das ist ein hundert Prozent Produkt und der Rest kommt beim Möbeln, um es bös auszudrücken.

00:43:37: Und die Erfahrung lehrt mich, es ist wie in der Medizin.

00:43:40: Ja, also die Medizin sind vierzig Prozent und sechszig Prozent sind die Einstellungen dazu.

00:43:43: und wie gehe ich damit um?

00:43:45: Und ich glaube, so ist es im Start-up Leben auch, weil das Produkt ist jederzeit adaptierbar.

00:43:50: Die Start-up oder die Start-up-Team selber nicht.

00:43:53: Insofern ist das mein Harman mit die Erkenntnis und die funktioniert bis heute für mich.

00:43:59: Mein größter Haarmoment war eigentlich der, dass es für mich nicht nur einen größten Haarmoment gibt, sondern sehr, sehr viele kleine.

00:44:05: Und das ist die Basis dafür, dass man offen bleibt, um verschiedenste Perspektiven anzunehmen und damit nicht engstirnig durchs Leben zu gehen.

00:44:15: Mein größter

00:44:16: Erfolg?

00:44:18: Der größte Erfolg war bei uns, glaube ich, auch zwei Hunderten Semmelonen, weil wir da einfach... Als Staat über Nacht sehr viel Reichweite gewinnen konnten und das wirklich unser Sprungbett war, dass wir auch dann skalieren könnten.

00:44:30: Also ich glaube, wenn wir nicht bei der Show wehrgewissen werden, hätten wir nicht so große Bekanntheit in Österreich erlangt und hätten wir wirklich viel schwieriger auch wachsen können.

00:44:42: Das ist eine Aussage, die gefällt mir schon gar nicht.

00:44:43: Ja, also weil ich glaube, niemand, der in einem Team über eine Person arbeitet, hat selber einen größten Erfolg, sondern den kriegt man, weil ganz viele Leute in dem Fall einen unterstützen und das machen.

00:44:55: Ich glaube, für mich das größte Horrorerlebnis, vielleicht darf ich so für mich umformulieren, war, als die Leute sich das erste Mal, als ich durch den Gang bei uns am Haus gelaufen bin, nicht unter den Tischen versteckt haben, sondern mich gefragt haben, ob ich ihnen mal kurz was dazu sagen kann, was ich davon halte.

00:45:12: Das war so ein Okay, es wird, weil ich glaube, das kennt auch jeder, jeder, der versucht ein System.

00:45:19: zu changing, zu disruptieren, wird am Anfang nicht auf so viele Leute treffen, die sich darüber freuen.

00:45:24: Und ich glaube, das war für mich so, als die ersten Kamen gesagt haben, schau mal hier, ich habe eine Idee, war das mein Hurra-Moment.

00:45:33: Für mich war es eigentlich im Nachhinein... die Entscheidung getroffen zu haben, einen überparteilichen Handelsverband zu übernehmen, der nur neunundachtzig Mitglieder hatte und wo sie jeder gefragt hat, warum braucht es neben der Wirtschaftskammer auch frei Verbände?

00:45:49: und wird dann innerhalb von einigen Jahren auf über fünftausend Mitglieder gewachsen sind, die dann freiwillig mit einem Beitrag insgesamt knapp neunzig Prozent der Handelsumsätze in Österreich abdecken.

00:46:03: und auch Damit ein Hergehend war der größte Erfolg, dass man zu dem Zeitpunkt des... Marktkapital stärkste Unternehmen des Planeten als erster verbahnt weltweit verklagt haben.

00:46:17: Das war Amazon, weil wir gesehen haben, dass diese ganze Zukunftsschance des eCommerce über diesen Marktplatz eigentlich den heimischen Unternehmen verbaut war, weil man ohne Angabe von Gründen gesperrt worden ist, Geld eingefroren worden sind und man dann wieder ein Businessplan vorlegen musste, um überhaupt zu wissen, was da das Problem war.

00:46:37: Oftmals war es ein Nationalfeiertag und damit eine kollektive Lieferverzögerung von einem Tag, die genau zu solchen Ketteneffekten geführt hat.

00:46:45: Wir haben uns auf ein jahrelanges Verfahren eingestellt, wir waren zu dritt, eine juristische Junior-Mitarbeiterin und dann hat das Unternehmen eingelenkt und es wurden auch Geschäftsbedingungen angepasst, die eben einen fairen Handel ermöglicht haben und das sogar weltweit, sodass die Washington Post bis hin zum South China Morning Channel drüber berichtet haben.

00:47:03: Die Washington Post gehört ja dem Chef Besos.

00:47:06: war ein gutes Zeichen, dass die darüber geschrieben haben.

00:47:08: Und von dem her war das die Basis für diese ganze Fairplay-Initiative, auch die bis heute ein Stück weit antauert und mittlerweile europäische Züge hat, weil es Teil eines großen Wirtschaftskrieges ist, indem man sie befindet, so neu darf man nicht sein.

00:47:21: Das war es beruflich und privat einfach eine liebe Familie zu haben, auch wenn sie klein ist.

00:47:26: Mein persönlicher Purpose ist, Ja, ich glaube, schrittweit auch die Welt zu verändern.

00:47:32: Also, da die Freiheiten zu haben, einem eigenen Produkt zu arbeiten und da den Menschen etwas auch mitgeben zu können.

00:47:39: Und ich denke mir, wenn man in fünfhundert Jahren vielleicht zurückblickt und keiner sitzt mehr Starr, sondern jeder bewegt, dann würde man vielleicht sagen, ja, zwanzig, einundzwanzig, weil da die Kehrt werden, da der erste Bewegerstuhl, der was wirklich rückenschmetzend gegenwirken konnte.

00:47:52: Und ja, das ist ein Purpose, also, dass man auch Schritte hinterlässt in einer Welt, die so dynamisch ist, dynamischer ist, wie es immer war.

00:48:05: Auch das ist natürlich schon alles sehr wow, also ich mein, ohne Superlativ geht zweimal nicht.

00:48:13: Ich glaube, den Mehrwert, den ich dem Unternehmen geben kann, ist einfach den Perspektivwechsel.

00:48:18: Also ich erlaube mir den Luxus und man lässt mich glücklicherweise, dass ich nicht alles nach klassischen Wegen gehen muss, die wir haben, sondern ich darf mir erlauben neue Wege zu gehen.

00:48:30: Das schätze ich sehr.

00:48:32: Ich glaube es bringt aber auch dem Unternehmen was, dass man sich den Luxus könnte.

00:48:39: Mein persönlicher Purpose ist letztendlich, Konsum im Land zu halten und generell einfach durch meine Rolle ein Stück weit am Beitrag zur Veränderung zu leisten.

00:48:47: Veränderung wird in dem Land ja auf allen Institutionen, insbesondere wenn man in den staatlicheren Bereich rein denkt.

00:48:53: Also ist ungern gesehen, damit ist man gleich einmal erklärte Feind, wenn man irgendwas verändern möchte.

00:48:58: Aber das Schönste daran ist für mich in einer Organisation tätig sein zu können, die weder jeden Tag gefährdet ist, nicht mehr zu bestehen, noch so durch Strukturiert ist, dass es in der Abteilung fünf Slash-Römisch vier schon jemanden gibt, der genau das halbe Thema mit jemanden aufteilt und es drei Vorgaben gibt, die man einhalten muss.

00:49:18: Sprich, ich kann mich frei bewegen, kann auch mit Hausverstand vorgehen und habe die Chance, große Themen auch zu bespielen, die jetzt nicht nur nischig sind.

00:49:31: Darüber bin ich eigentlich irrsinnig dankbar, weil ich glaube, dass man im Leben für sich eben genau einen Zweck finden muss.

00:49:37: Und jeder muss ja mal entscheiden, ob er Experte oder Generalist sein muss.

00:49:41: Und wenn man irgendwann einmal gelernt hat, dass man wohl Generalist ist, ist es einmal vorläufig irrsinnig schwierig, einen Job zu finden, weil bei Jobausschreibungen gibt es im Prinzip nichts für Generalisten, sondern nur für Spezialisten.

00:49:54: Und da braucht man schon richtige Dosis an Timing und Glück.

00:50:00: Ja, auch vielleicht die richtige Basis, dass man es dann schafft, dass man so eine Rolle dann auch aufgehen kann, die werden nämlich immer weniger auf das Gefühl.

00:50:09: Weil der größte Generalist ist ja ChatGPD mittlerweile.

00:50:13: Mein wichtigster Rad an Gründerinnen und Gründern ist... Ja, macht es nur was, was wirklich hundert Prozent überzeugt seid.

00:50:21: Wo sie bereits jetzt auch hundert zehn Prozent zu investieren, weil... Die Gründerfamilie siehst du vielleicht öfters oder länger über Jahre hinweg als mit einer eigenen Familie, die genetische Familie.

00:50:34: Also das ist ganz wichtig und wenn man da was gefunden hat, was ihn wirklich überzeugt und wo man sagt, dass man wirklich bereit seine Zeit zu investieren, dann ist nur meine Frage der Zeit.

00:50:46: Also wenn man dann noch bereit ist, zehn Prozent mehr zu investieren, also neunzig Prozent der Menschen, dann hat man es eigentlich schon geschafft.

00:50:54: Das hat es bei uns auch gezeigt, also man muss auch durchhalten, auch wenn die Lage gerade schwierig ist.

00:51:00: Und wenn man da bereit ist, auch die Zeit zu investieren, dann wird das auch funktionieren.

00:51:07: Also ich würde es ein bisschen teilen wollen.

00:51:09: Ich glaube, das Erste, was ich geben würde, ist überlegt, genau aus welchen Motiven heraus du an Startup gründest.

00:51:16: Ich glaube, es gibt falsche Motive.

00:51:17: Also dieses Ich will schnell reich werden, ist eine Illusion, die bei den aller, aller wenigsten funktioniert.

00:51:25: Ich glaube, man muss sich sehr, sehr wohl im Klaren darüber sein, ist es was, wofür ich bereit bin, echt zu kämpfen und sehr, sehr viel meiner Lebenszeit, meine Energie meines Hirnschmalzes zu opfern.

00:51:36: Also, wie lange traue ich mich das auch durchzuhalten?

00:51:40: Erst recht dann, wenn ich keine Ahnung, Mann, Frau, Kinder, Hund, Topp, Pflanze, was auch immer versorgen muss, dann muss man sich halt überlegen, da ist eine Entscheidung, die traf ich für andere mit und die wird die berühren.

00:51:52: Aber der zweite und der ist für mich persönlich der wichtigere Rat.

00:51:57: Ab und zu meine Rückspiel gucken und gucken, wie geht's dem ganzen Privatleben außerhalb des Startup-Lebens?

00:52:02: Ich hab mittlerweile im Startup-Bereich so viel Trennungen, Verlust, etc.

00:52:07: mitbekommen.

00:52:09: Und ich finde, man muss sich darüber im Klaren sein, ob es einem das Wert sein soll und ob es nötig ist.

00:52:15: Ich glaube schon, dass man zwischendrin mal auf die Pausetasse drücken kann.

00:52:19: sozusagen sich mit dem anderen Teil des Lebens beschäftigen, weil auch der ist endlich.

00:52:25: Also deswegen wäre das ein bisschen mein Rad.

00:52:30: Das war jetzt so gut zum hören.

00:52:32: Da fällt es mir fast schwer, noch was zu sagen.

00:52:34: Aber mein Zugang ist der, dass Gründer Radschläge sind Schläge.

00:52:43: Und letztendlich würde jeder Person, die diesen Weg einschlägt, einfach nur empfehlen auf sich selbst zu hören, weil nur wenn du deine eigene Intuition kennst, kannst du auch noch heute deinen Erfolg darauf aufbauen, der nicht von außen kommt.

00:53:02: Ich weiß, du sprich jetzt gegen das Berater-Business, sorry.

00:53:05: Aber nur dann, wenn du selber dich verstehst, kannst du diesen roten Faden durchziehen.

00:53:12: Weil sonst brauchst du immer noch Tipps von allen Seiten und das wird dann nicht dauerhaft zum Erfolg führen, auch wenn es am Anfang konfliktreich oder mit Trennungen verbunden ist.

00:53:20: Aber das ist für mich die Basis und das wird man brauchen, damit man diesen schweren Weg geht, weil in der heutigen komplexen Zeit das Gründer sein wirklich noch einmal schwieriger waren als früher und daher kann ich jedem nur noch einmal meinen Hochrespekt aussprechen, der oder die diesen Weg geht.

00:53:39: Vielen Dank, dass mein Berater schneiden wir natürlich raus.

00:53:42: Nein, das ist

00:53:43: jetzt Drangolimes.

00:53:46: Genau, wer jetzt noch dran ist, hört das nicht mehr.

00:53:48: Für

00:53:49: die Markterskollung braucht man dann auf jeden Fall wenn, oder?

00:53:52: Sehr gut gerettet.

00:53:54: Herzlichen Dank an euch drei für dieses wirklich spannende Gespräch und die vielfältigen Perspektiven, die ihr auf unterschiedliche Themen eingebracht habt.

00:54:03: Habt, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, das ist unsere letzte Folge vor Weihnachten.

00:54:08: Und sofern sage ich vielen Dank für diese weihnachtlich besinnliche Folge von hoho höher hinaus dem EY Scalar Podcast zu Weihnachten.

00:54:19: Vielen Dank fürs dabei sein und zuhören.

00:54:21: Vielen Dank an euch für den spannenden Tag.

00:54:24: Tschüss, Baba, vor Weihnachten.

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