Von DNA bis Datenbank – wenn Gesundheit neu gedacht wird
Shownotes
Biotech und Health sind zwei der dynamischsten und anspruchsvollsten Verticals der österreichischen Start-up-Szene. In dieser Episode von „Höher hinaus“ spricht Florian Haas mit Kambis Kohansal Vajargah, David A. Maier und Tamás Petrovics über die Verbindung von Forschung, Unternehmertum und Regulatorik – und darüber, warum dieses Zusammenspiel so entscheidend für die Zukunft des Gesundheitswesens ist.
Ribbon Bio entwickelt automatisierte Verfahren zur DNA-Synthese und ermöglicht damit neue biotechnologische Anwendungen, die etwa in der mRNA-Entwicklung oder der personalisierten Medizin eingesetzt werden. XUND bietet eine zertifizierte, API-gestützte Plattform, die Patient:innen digital durch den Gesundheitsprozess begleitet – vom Symptom bis zur Diagnose – und so Effizienz und Qualität im Gesundheitswesen verbessert. Kambis Kohansal Vajargah von der Wirtschaftskammer Österreich bringt die Perspektive des Ökosystems ein und erklärt, wie Start-ups durch Förderungen, Vernetzung und eine stärkere Risikokultur langfristig erfolgreich skalieren können.
Im Gespräch geht es um Finanzierung, Skalierung, regulatorische Hürden und Geduld als Schlüssel zum Erfolg. Die Gäste teilen ihre Erfahrungen über Pivots, internationale Konkurrenz, den Umgang mit Investor:innen und die Bedeutung von Resilienz in einem komplexen Marktumfeld.
Das Wichtigste auf einen Blick: • Biotech & Health im Fokus: Innovation trifft auf Regulierung – hohe Komplexität, aber enormes Marktpotenzial. • Ribbon Bio: Automatisierte DNA-Synthese – neue Anwendungen in mRNA-Entwicklung und Biopharma. • XUND: Digitale Patient:innen-Pfade für Versicherer, Pharmaunternehmen und Krankenhäuser – von der Symptomanalyse bis zur Diagnose. • Wirtschaftskammer Österreich: Unterstützung bei Gründung, Förderung und Skalierung von HealthTech-Start-ups. • Erfolgsfaktoren: Langer Atem, Fokus, regulatorisches Verständnis und starke Investor:innen-Beziehungen. • Finanzierungsstrategien: Diversifizierung von Investor:innen, klares Erwartungsmanagement, geduldiges Kapital. • Herausforderungen: Langsame Prozesse im Gesundheitssystem, regulatorische Hürden und Kapitalzugang. • Vision: Mehr digitale Patient:innen-Steuerung, datengetriebene Medizin und eine innovationsfreundliche Gesundheitskultur.
Transkript anzeigen
00:00:05: Hallo und herzlich willkommen zu unserer neuen Folge des Podcasts Höher hinaus der UI Scalar Podcast.
00:00:12: Heute widmen wir uns wieder einem spannenden Vertical, nämlich dem Vertical in dem medizinischer Fortschritt und technologische Innovation kombiniert wird, und zwar Biotech und Health.
00:00:24: Und ich freue mich sehr, unsere Gäste im Podcast begrüßen zu dürfen.
00:00:29: Kampis Kohansal, Head of Start-up Services in der Wirtschaftskam in Österreich.
00:00:32: Er begleitet Start-ups in allen Entwicklungsphasen, ist auch seit Beginn ein Jurymitglied beim EOS Gelabewort, kennt sich sehr gut aus mit allen start-up bezogenen Themen.
00:00:42: Herzlich willkommen.
00:00:42: Ich freue mich hier sein zu können.
00:00:44: David Meyer, CFO von Ribben Biolabs, unserem Rising Star, abentierenden Rising Star in diesem Vertical.
00:00:51: Was macht ihr?
00:00:52: Kurze Vorstellung von mir, da kannst du es dann natürlich gerne noch in deinen Worten erklären.
00:00:56: Ribben entwickelt automatisierte DNA-Synthese-Verfahren, die völlig neue biotechnologische Anwendungen ermöglichen.
00:01:04: Herzlich willkommen.
00:01:05: Hallo allerseits und vielen Dank für die Einladung.
00:01:07: Und last but not least, Thomas Petrovic, CEO von Gesund, unserem amtierenden Scale-Up des Jahres in diesem Vertikel, was macht Gesund?
00:01:17: Auch wieder kurz in meinen Worten, Gesund liefert als zertifiziertes Medizinprodukt eine abgestützte Plattform, mit der Patientinnen digital durch den Gesundheitsprozess begleitet werden, vom Symptom bis zur Diagnose.
00:01:33: Schön, dass ihr da seid.
00:01:34: Vielen Dank für eure Zeit.
00:01:36: Kambis, ich würde gerne bei dir starten.
00:01:40: Sag mal, grob in dem Vertical Innovation trifft auf Regulierung, um es mal kurz zusammenzufassen.
00:01:47: In Österreich immer schon ein sehr starkes Vertical.
00:01:50: Wir sehen das auch beim Scale-Up-Bewort an den Bewerbungen.
00:01:53: Immer sehr, sehr gute Unternehmen, sehr hochklassiger Wettbewerb, würde ich jetzt einmal sagen.
00:01:58: Das heißt, Biotech und Health-Branche boomt.
00:02:01: Nach wie vor in Österreich, was macht für dich dieses Wörtekle so besonders?
00:02:07: Erstmals die Vielfältigkeit.
00:02:09: Darf man nicht vergessen, Health Biotec ist ja unglaublich vielfältig in den verschiedensten Bereichen.
00:02:14: Wir nehmen jetzt nur Biotec.
00:02:17: Als Beispiel kann ja von Genetik ein bisschen zu Ernährung überall, kann Bayer-Tek eine Rolle spielen.
00:02:23: Und das sehen wir natürlich auch an den Star-Labs-Zitern quasi jährlich da einreichend beim EYSG-Aberwort und generell die Star-Labs-Zitern, die in Österreich entstehen jedes Jahr.
00:02:33: Deswegen extrem spannende Lösungen und, wenn man sich hier ein bisschen so auch demografisch mit dem Andel beschäftigt, Also denken wir das kurz durch, jetzt ganz Europa, wenn wir eine alter Bevölkerung über fünfzig Jahre nehmen zu, die leben auch alle immer länger im Durchschnitt halt und gleichzeitig beschäftigen sich natürlich immer mit Menschen auch mit Selbstoptimierung oder der Verbesserung der eigenen Gesundheit auf verschiedensten Ebenen.
00:02:56: Deswegen bietet das natürlich sehr, sehr viel.
00:03:00: Potenzial für junge Start-ups, aber auch etabliertere Start-ups und Scale-ups, die mit innovativen Lösungen am Markt draußen sind, weil der Markt wächst und zwar nicht nur quantitativ, sondern einfach auch von Bedürfnissen und von der Nachfrage her.
00:03:12: Deswegen extrem spannend, was sich da tut und wir sind froh, dass in Österreich da so tolle Start-ups am Start sind.
00:03:19: Bleib gleich bei dir.
00:03:21: Was ist jetzt das Besondere an Halftag Start-up und Biotech Start-ups?
00:03:24: Jetzt sowohl, sage ich mal, Entwicklung bis Marktreife als auch dann in der Skalierung.
00:03:30: Gehen wir wieder auf das Thema Vielfalt rein.
00:03:32: Es sind sehr viele unterschiedliche Lösungen.
00:03:33: Je nachdem welche Zielgruppe ich adressiere, gibt es da die Reihen auf Software setzen.
00:03:38: In dem Bereich habe ich auch viele, die HMW und Software kombinieren.
00:03:42: Das darf man nicht vergessen, hier braucht man... oft auch einen längeren Zeithorizont, bis quasi etwas sich wirklich entwickelt.
00:03:49: Da reden wir jetzt nicht von okay, drei Monaten habe ich eine Lösung am Markt und die explodiert.
00:03:52: Das kann passieren in gewissen Bereichen, aber nicht überall.
00:03:55: Also das spielt Langlebigkeit, Nachhaltigkeit, eine sehr, sehr große Rolle und natürlich die Veränderung, die in der gesamten Gesellschaft dadurch stattfinden kann.
00:04:05: Also sehr, sehr viel Impact ist möglich und zwar gesamtgesellschaftlich und ich würde sogar sagen noch mehr als zu spielen in anderen Industrien und Branchen.
00:04:15: Und wenn du jetzt als Schüre mitgliedt, dir die Bewerbungen anschaust, auf welche Kriterien schaust du besonders?
00:04:22: Also einmal die Innovationsgrade ist natürlich wichtig, aber wie gesagt, sehr, sehr innovative Lösungen sind da am Markt.
00:04:28: Abort!
00:04:29: In Kombination eben, was will man damit erreichen?
00:04:32: Wie viel Impact oder wie viel Reichweite und wie viel kann man in der Gesamtgesellschaft verändern?
00:04:37: Das sind so Faktoren, auf die wir dann schauen, um festzustellen, okay, wer verdient den Award?
00:04:42: Vielleicht doch ein bisschen mehr als die anderen.
00:04:46: Ja, lieber, lieber Tommy, lieber David, ich würde mit euch gerne in eure Unternehmen einsteigen und am Anfang einmal so ein bisschen diesen Weg mit euch nachtstechnen oder skizzieren vom Forschungsprojekt bis zum Marktreifenprodukt.
00:04:59: Wir haben schon gehört, gerade in dem Wörtikel braucht man da einen langen Atem, vielleicht einen längeren Atem als in anderen Bereichen.
00:05:07: Viel Forschung und Entwicklung.
00:05:09: David, wie war das bei euch bei Ribbon?
00:05:12: Wie seid ihr von der Idee zu einem marktfähigen Produkt, einer marktfähigen Plattform für DNA-Synthese gekommen.
00:05:20: Und wo steht sie da gerade?
00:05:22: Ja, das war durchaus ein langer Weg.
00:05:24: Das Unternehmen wurde ja im Jahr zwei Tausend Achtzehn gegründet.
00:05:27: Man hat ganz ... Mit einem einfachen Problem angefangen, man brauchte eine lange DNA-Kette, konnte die am Markt nicht beschaffen und man hat sich überlegt, wie kann man denn aus kurzen Stücken eine lange Kette enzymatisch synthetisieren.
00:05:43: Dann hat man erste Vorversuche gemacht, hat sich natürlich mit Hilfe der guten Förderlandschaft auch finanziert und hat sozusagen Beruf auf Konzept.
00:05:54: erstellt, mithilfe der Fördermittel, aber auch mit ersten Mitarbeitern und hat gesehen, die Synthese kann aus kurzen Stücken funktionieren.
00:06:06: Es waren alles eingeschränkte Versuche und man hat dann, in den Jahr- und-zwanzig, eine Series A Finanzierungshunde aufgestellt.
00:06:14: Und das hat eigentlich den Schub gegeben, dass man einerseits das professionelle Equipment anschaffen konnte, dass man skalieren konnte, dass man die Automatisierung herstellen konnte.
00:06:26: Und natürlich auch ein Kernelement unserer Technologie ist dieser Algorithmus,
00:06:31: der
00:06:32: uns voraussagt, aus welchen kurzen Stücken müssen wir die Lange den Akkete synthesieren.
00:06:41: Und dazu hat es relativ viel Kapital benötigt.
00:06:46: Es hat viel Know-how gebraucht.
00:06:47: Wir haben mittlerweile zweiundfünfzig Mitarbeiter.
00:06:50: Und diese sind alle sehr spezialisierte Mitarbeiter, die ein Studium zwischen Data Science, IT und Biochemie oder Genetik haben.
00:07:04: Und das war durchaus ein langer Weg, aber letztendlich erfolgreich, weil wir es jetzt geschafft haben.
00:07:10: Im Mai dieses Jahres haben wir das Produkt gelohnt und wir können hochautomatisiert lange den Akketten synodisieren.
00:07:18: Wer sind eure Hauptkunden?
00:07:20: Die Hauptkunden sind die großen Pharma- und Bio-Pharma-Unternehmen.
00:07:25: Speziell in der mRNA-Syndese, aber auch persönlich als Kanzler wegziehen.
00:07:33: Entwicklung von Medikamenten wird überall DNA benötigt, um verschiedene Tests zu machen.
00:07:39: Unser Kundensegment ist in dem Fall auch die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von diesen großen Unternehmen.
00:07:46: Was war für euch auf diesem Weg zum Marktreffen Produkt vielleicht die größte Herausforderung?
00:07:51: Finanzierung?
00:07:53: Finanzierung jedenfalls.
00:07:54: Mit der Series F Finanzierungshunde, die ja achtzeh Millionen Euro betrug, waren wir gut mit Kapital ausgestattet.
00:08:02: Es war letztendlich das Zusammenspiel zwischen der Algorithmus, der uns die kurzen Ketten vorher sagt und die Automatisierung des Prozesses.
00:08:14: Die Automatisierung des Prozesses war letztendlich die größte Herausforderung, um wirklich in einem Batch ganz viele Moleküle gleichzeitig produzieren zu können.
00:08:24: Tommy ist jetzt mit gesund.
00:08:27: in viele Gesundheits-Ökosysteme schon relativ tief integriert, seid ihr auch schon relativ weit oder gut etabliert am Markt?
00:08:37: Wie seid ihr da hingekommen?
00:08:39: Wie war euer Weg?
00:08:40: Hauptsächlich langsam und schwer.
00:08:43: Wir haben auch aus den Achtzehn angefangen, haben uns eigentlich den Problem angenommen, den Kambis am Anfang erwähnt hat, nämlich, dass du auf der einen Seite eine exponentiell wachsenden Nachfrage seitens der Patienten hast, weil die Bevölkerung wächst, global gesehen.
00:08:59: Gleichzeitig werden die Leute auch älter, sie werden aber nicht gesünder.
00:09:02: Und demgegenüber steht einfach ein flachwachsendes, teilweise aber auch rückläufiges Angebot an Ärztinnen, Ärzten, Pfägern, Krankenschwestern im Gesundheitssystem.
00:09:13: Das ist ein wirkliches Problem.
00:09:14: So die Lösung, da haben wir schon recht viel hin und her pivotiert.
00:09:19: Also am Anfang haben wir als Telemediziner begonnen, dann haben wir drei Jahre lang als B to C App agiert.
00:09:25: bis wir dann schlussendlich in diese Bitubier-Richtung gepiviertet sind, wo wir heute auch agieren.
00:09:30: Wir verkaufen unsere Software-Lösung hauptsächlich an versicherter Pharmaunternehmen, Krankenhäuser und ermöglichen es ihnen, dort ihre Patienten-Fade zu digitalisieren, Datengetrieben zu gestalten und sicherzustellen, dass der richtige Patient zum richtigen Zeitpunkt, zum richtigen Point-of-Care gelangt.
00:09:49: Wo wir gestartet sind, waren wir recht blauäugig.
00:09:53: Ich bin Betriebswirt, hab eigentlich davor mit den Gesundheitswesen nicht viel zu tun gehabt, ich war beim Kindesimperater, ein Koffer an.
00:09:59: der Lukas ist Politologe, also auch nicht sehr versiert im Gesundheitsfragen.
00:10:04: Wir haben einen verrückten Arzt gefunden, der mit uns gegründet hat, also der wusste Bescheid.
00:10:10: Aber was mich am meisten überrascht hat, ist, wie langsam tatsächlich Prozesse im Gesundheitssystem sind und wie veränderungsresistent das Gesundheitssystem ist.
00:10:19: Es ist natürlich ein sehr risikobahafterer Markt, dementsprechend auch verständlich, dass man sich nicht auf jede Innovation sofort blind drauf stürzt.
00:10:28: Aber ja, also jeder, der in dem Bereich gründen möchte, muss sich darauf gefasst machen, dass das einen langen Atem braucht.
00:10:37: Aber ich bin überzeugt, dass es am Ende sich trotzdem auszahlt.
00:10:40: Wie erklärben wir Kunden eine Technologie, die es so noch nicht gab?
00:10:44: Indem man sich auf das Problem konzentriert.
00:10:47: Wir haben tatsächlich sehr lange versucht, hauptsächlich die Technologie und das Produkt zu erklären.
00:10:53: Und sind damit nicht gescheitert, aber wir waren damit nicht sehr erfolgreich.
00:10:58: Weil eben, wie du sagst, das verstehen viele teilweise nicht oder es interessiert sie im Zweifel auch nicht.
00:11:07: die Lösung zustande kommt, sie brauchen eine Lösung für die Probleme, die sie haben.
00:11:10: Wir haben auch vor eineinhalb Jahren unseren kompletten Sales Ansatz geändert und wir gehen mit beispielhaften Patientenfaden in die Gespräche.
00:11:19: Also wir erzählen von einer Person, die ... eine Herzinsuffizient hat und wissen möchte, welche Komorbitäten wahrscheinlich sind, basierend auf den Daten.
00:11:29: Wir erzählen von Menschen, die Symptome verspüren, die sie nicht verstehen, nicht wissen, wohin sie damit gehen sollen, im Zweifel Dr.
00:11:36: Google aufsuchen und da eben mit dem eingewachsenen Zähnagel dann in die Notaufnahme aus Amstern um zehn am Abend laufen.
00:11:44: Und das verstehen dann die Versicherer, das verstehen dann die Pharmaunternehmen und mit dem Ansatz kommen wir dann rein.
00:11:50: dann stellen wir natürlich auch die Technologie vor, aber das Verständnis ist viel, viel schneller da.
00:11:56: Wir sind jetzt eh schon beim Thema Skalierung Wachstum, das doch gesagt habt, den Sales Ansatz geändert.
00:12:01: Wie seid ihr dort?
00:12:02: Ihr habt viel pivotiert, den Sales Ansatz geändert, das heißt, ihr müsst einfach immer wieder flexibel reagieren, ihr habt, wenn man sich die nackten Zahlen anschaut, ERA sehr stark entwickelt.
00:12:14: Wo am welchen Stellschrauben zieht ihr da?
00:12:20: Wie du gesagt hast, wir haben letztes Jahr unseren Umsatz verdreifacht.
00:12:25: Wir sind trotz eines etwas langsam ersten Halbjahres jetzt auch wieder auf dem Weg, dieses Jahr wieder eine Verdreifachung zu schaffen.
00:12:31: Das heißt, die letzten zwei Jahre sind wirklich sehr dynamisch für uns.
00:12:35: Davor hatten wir aber sehr flache Jahre und wir haben überhaupt erst nach dreieinhalb Jahren den ersten Umsatz gemacht.
00:12:41: Ich glaube, was sich Anfang zwanzig, vierundzwanzig für uns geändert hat, man genutzt letztlich drei Sachen.
00:12:48: Einerseits intern, haben wir das Team verändert, wir haben erfahrene Leute reingebracht, wir haben industriespezifische Leute reingebracht für die Verticals.
00:12:57: Das Zweite ist, dass wir unser Produktportfolio erweitert haben.
00:13:00: Wir sind weggegangen von reinen Symptomchecking, wir haben präventive Produkte auf dem Markt gebracht, wir haben Produkte für Ärzte auf dem Markt gebracht, das ermöglicht es uns.
00:13:10: mit unterschiedlichen Richtungen in die Gespräche reinzugehen.
00:13:13: Und wenn halt das eine Produktgrad nicht passt, passt vielleicht das andere.
00:13:16: Und danach lässt es sich auch viel leichter abseilen, crossseilen.
00:13:19: Und das dritte ist, glaube ich, dass sich der Markt auch einfach verändert hat zu unseren Gunsten.
00:13:24: Covid hat mal zu einer sehr schnellen Digitalisierungsfälle im Gesundheitssystem geführt, wo mal jeder, soll ob gesagt jeden Blödsinn, schnell gekauft hat, weil man das Gefühl hatte, man muss etwas tun.
00:13:36: Dann, ein, zwei Jahre später, ist man da aufgekommen, okay.
00:13:39: Das Meister davon ist ein Schmarrn, das bringt uns nichts weiter.
00:13:43: Das heißt, wir hatten, ... ... und teilweise auch noch, ... ... eine Welle der Devestments, ... ... wo die Unternehmen dann diese ... ... Digitalprodukte wieder abgebaut haben.
00:13:52: Und dann Ende ... ... hat wieder eine stetige ... ... Digitalisierungswelle gestartet, ... ... wo die Unternehmen sich wirklich ... ... fundiert überlegen, ... ... was brauche ich, ... ... und wo bekomme ich das her?
00:14:05: Und da ... ... haben wir, glaube ich, ... ... einfach eine gute Position ... ... mit unseren Produkten.
00:14:10: David, internationaler Wettbewerb, ist jetzt im Wettbewerb mit sehr großen Playern.
00:14:16: Du hast vorher schon ein bisschen gesagt, wer eure Kunden sind oder potenziellen Kunden sind.
00:14:21: Wie geht es mit dieser Wettbewerbssituation um als, ich sage jetzt einmal, kleines Startup aus Österreich?
00:14:28: Ja, Wettbewerb ja und nein, weil ... Wir haben eine Technologie entwickelt, die es ermöglicht, lange DNA-Ketten zu erzeugen und wirklich lange DNA-Ketten.
00:14:39: Und wenn wir hier dann uns den Markt anschauen, dann bleibt eigentlich nur ein Wettbewerb über.
00:14:44: Das ist aktuell die US-amerikanische Allagene, die es auch geschafft hat, lange DNA-Ketten mit einem ähnlichen Syntheseweg zu erzeugen.
00:14:56: Das heißt, eigentlich sind wir im Wettbewerb mit einem Wettbewerber.
00:15:02: Wenn es nach
00:15:04: unten
00:15:05: geht, also das heißt weniger lange Ketten, dann sind wir natürlich mit einer Thermo-GeneScript, DNA-Script natürlich im Medbewerb.
00:15:14: Es gibt aber eine Marktentwicklung, die uns hilft, indem die Kunden vermehrt lange DNA Ketten brauchen und benötigen für ihre Forschungsentwicklungstätigkeiten.
00:15:26: Und das hilft uns natürlich schon.
00:15:30: Wie kommt es dir zu euren Kunden?
00:15:32: Also gibt es da persönliche Relations?
00:15:35: Ist das imbauen?
00:15:36: Wie funktioniert das?
00:15:37: Es ist natürlich ganz wichtig, die richtigen Vertriebsleute zu bekommen.
00:15:44: Das heißt, Leute, Personen, die wirklich gut vernetzt sind in der Pharmaindustrie, die schon einen ähnlichen Job gemacht haben.
00:15:52: Und das ist das... Ganz entscheidende, ansonsten ist es ein klassischer Vertriebsweg.
00:15:59: Das heißt, Lieds generieren, die Lieds nachverfolgen, versuchen Aufträge zu generieren.
00:16:06: Es ist grundsätzlich ein ganz normaler Knochenjob-Vertrieb.
00:16:14: Kampus jetzt haben wir hier zwei Vertreter von Unternehmen aus dem Wörterkredit, die schon einen sehr erfolgreichen Skalierungspfad hinter sich haben, der hoffentlich noch sehr lange weitergeht.
00:16:26: Jetzt aus deiner Erfahrung, woran erkennt man oder worauf schaust du, wenn es um die Skalierbarkeit gerade im Bereich Biotech und Held geht?
00:16:35: Was sind so Indikatoren?
00:16:37: Ich glaube, man muss es natürlich anders bewerten als z.B.
00:16:39: in klassischen reinen Enterprise-Software, z.B.
00:16:42: umgebungen.
00:16:44: Du brauchst einen längeren Geduldsfaden, d.h.
00:16:46: du kannst dich gleich erwarten, dass die Skalierung von Beginn stattfindet.
00:16:49: Wir haben jetzt zwei Beispiele gehabt, bei Beiden hat es gedauert oder einige Jahre bis wir dahin gekommen sind von der Entwicklung her, aber auch vom Pivotieren oder dem Find des richtigen Geschäftsmodells, dass es uns an einem anderen Zeithorizont heranziehen.
00:17:01: Und das Zweite ist halt, ist es überhaupt so leicht möglich, jetzt regulatorisch zu skalieren.
00:17:06: Wenn man es auch gehört, wie es euch jetzt gesunden hat, wissen, dass ein Thema das Regulator das andere ist, aber der Wille.
00:17:13: Beides spielt eine Rolle.
00:17:15: Ist die Fahnenregulatorik so, dass sie das fördert, dass der immer mehr Innovation eingesetzt wird?
00:17:19: Wir haben vorhin gehört, längere DNA-Ketten, glaube ich, oder?
00:17:23: Weiß ich nicht, ob das jetzt rein mit der Regulatorik auch zu tun hat, aber ich kann mir vorstellen, dass es in irgendeiner Form ein Gründer gibt.
00:17:28: Aber die Frage ist, führt die Regulatorik dazu, und zwar nicht nur in Österreich, sondern auch in der EU-Weite, dass da mehr Innovation nachgefragt wird.
00:17:35: Und das Zweite ist eben der Wille.
00:17:37: Der Wille, dass man das umsetzt.
00:17:39: Und
00:17:40: in manchen Branchen ist es sicher schneller, einfach und leichter.
00:17:45: Und in manchen wie z.B.
00:17:46: im Gesundheitswesen ist es nicht zu einfach.
00:17:48: Das heißt, den Zeitarruz natürlich ansetzt ist extrem wichtig.
00:17:52: Und dann natürlich, welche Kennzahlen sich heran?
00:17:54: Ist es klassisch ARR oder sind es halt andere Sachen wie, weiß nicht, average annual contract value oder sonst was, je nachdem.
00:18:03: Und wenn dann z.B.
00:18:03: eine Hardware-Komponente in Zukunft wird das natürlich komplexer.
00:18:08: Ich denke aber, Bei den zwei Beispielen, die wir jetzt quasi uns angehört haben, beide sehr erfolgreichen Unternehmen, die haben sich sehr gut positioniert in einem gewissen Marktumfeld und es hat ein bisschen gebraucht, aber dadurch, dass sie halt viele Rundprobe und viele getestet haben, haben sie eine gewisse einzigartige Art geschaut, wo es eben nicht so viel Konkurrenz möglicherweise gibt.
00:18:29: Und ich glaube, das braucht dann wiederum Zeit.
00:18:31: Und die Zeit muss man geben.
00:18:33: Ich sehe das jetzt auch aus sich zum Beispiel von Fördergebern oder den Restaurant.
00:18:36: Das muss man anders das Ganze bewerten.
00:18:40: Und es braucht eine gewisse Art dem.
00:18:41: Und das kann man nicht nach sagen, nach sechs Monaten oder zwölf Monaten sieht man schon irgendeine Folge, sondern es dauert schon ein paar Jährchen.
00:18:48: Skalierung hängt natürlich auch immer ein bisschen mit dem Thema Finanzierung zusammen.
00:18:53: Es gibt es vielleicht ein bisschen den Trend, dass Start-ups länger bootstrapen.
00:18:59: Ich stelle mir vor, dass es in diesem Vertical relativ schwierig, weil man lange Entwicklungszeiten hat, aber ganz generell an euch die Frage.
00:19:07: Eure Finanzierungsstrategie und was waren so eure Erfahrungen in den Gesprächen mit Investoren und Investoren?
00:19:13: Weil diesen langen Arten, den ihr braucht als Gründer oder Führungskräfte von diesem Unternehmen, den brauchen die Investoren und Investoren ja auch.
00:19:21: Das heißt, was waren eure Erfahrungen und wie habt ihr eure Finanzierungsstrategie angelegt, Tommy?
00:19:29: Wir hatten nicht vor so lange zu bootstrappen, mussten aber dann fast zweieinhalb Jahre, weil uns einfach keine Geld gegeben hat.
00:19:36: Das war schon eine sehr schmerzhafte Erfahrung, aber sicherlich auch dazu beigetragen, dass wir gewisse Entscheidungen schneller getroffen haben, die man sonst vielleicht hätte hinauszögern können.
00:19:50: Wenn ich Investoren spreche, ist für mich eigentlich zwei Sachen mir wichtig.
00:19:57: Das eine ist, komme ich menschlich mit denen gut aus, weil, egal wie gut es heute ausschaut, es wird schwere Zeiten geben.
00:20:04: Und da möchte ich einfach mit Leuten am Tisch sitzen, die verstehen, was es heißt, ein Start-up zu gründen und zu betreiben und die uns helfen und nicht blockieren.
00:20:17: Also, es gibt sehr viele hohe Geschichten gehört von anderen Fahndern, die teilweise an den Investoren gescheitert sind.
00:20:24: Und das Zweite ist, verstehen Sie Haufkehr.
00:20:25: Weil, wie Kamis bereits angesprochen hat, es kann halt sein, dass wir keine Ahnung, fünf Millionen Euro aufnehmen und sagen, damit entwickeln wir jetzt ein neues Produkt.
00:20:34: Und das tun wir auch.
00:20:35: Und dann gehen wir in die klinische Validierung und kommen darauf, dass das Produkt funktioniert nicht so, wie wir es gern hätten.
00:20:40: Und dann kann man damit einfach nicht auf den Markt gehen.
00:20:44: Und das ist etwas, was man berücksichtigen muss als Investor.
00:20:47: Und dafür muss man ein Verständnis haben.
00:20:49: Und ja, davon gibt es nicht viele.
00:20:52: Aber wir können uns eigentlich grundsätzlich glücklich schätzen, weil alle Investoren, die wir an Bord haben, verstehen das.
00:20:58: Und wir hatten bis jetzt durch die letzten sechs Jahre auch nie eine wirklich intensiver Auseinandersetzung oder Streitigkeit mit den Investoren, weil sie gemeinsam mit uns an einem Strang ziehen.
00:21:10: David, wie ist das bei Riven?
00:21:12: Bei uns ist das so, dass wir uns eigentlich die Investoren gar nicht so aussuchen konnten.
00:21:18: Also letztendlich als Gründer nimmt man, was man kriegen kann.
00:21:25: Was aber total wichtig ist, ist aus meiner Perspektive, jetzt ein bisschen im Nachhinein oder Retto-Spektiv, wir haben eine gute diversifizierte Shareholder-Struktur.
00:21:37: Das heißt, wir haben große Fonds mit Deep Bockets, wir haben kleine Privat-Investoren, die uns irgendwo einen Foodprint in den USA bringen.
00:21:46: Also die Diversifizierung der Gesellschaftsostruktur, wenn man es beeinflussen kann, ist jedenfalls von Vorteil.
00:21:54: Und wenn man mit Investoren spricht, ist meine Erfahrung ganz klar, in jedem Beach diesen Value Inflection Point zu bringen.
00:22:02: Und wie viel kostet es bis dahin?
00:22:05: Und wenn man es schafft, dann in ein, zwei Jahren zu delivern.
00:22:10: Mit den Budget und den Kosten, die man auch wirklich vorher gesagt hat, dann sind eigentlich, ich will nicht sagen, Dürr und Dörr geöffnet für neue Runden.
00:22:20: Aber der Wille nachzufinanzieren, weiterzufinanzieren, zu sehen, dass Unternehmen auf dem richtigen Weg ist, ist viel größer und es wird leichter.
00:22:31: Kampus, was würdest du?
00:22:33: Startups oder Gründerinnen und Gründer in dem Vertical-Raten, im Hinblick auf Investorinnen und Investoren-Sucher?
00:22:42: Ja, das ist mir eigentlich ganz gut gefallen, eben, dass man das versucht, möglichst zu diversifizieren.
00:22:48: Ich glaube, was wichtig ist, man braucht natürlich Investoren, die jetzt nicht nur eine Runde mitmachen, sondern auch voll abrunden.
00:22:55: Das ist wichtig, dass sie doch diese Schlagkraft haben.
00:22:58: Dann teils Investoren, die wirklich die Bronzeindustrie kennen.
00:23:01: Also, wenn das nur Personen sind, die vielleicht im Software ungefähr extremerfolgreich sind, davor selbst Startups hatten,
00:23:06: etc.,
00:23:07: dann ist es schön und gut.
00:23:09: Du brauchst ganz sicher auch Leute, die die Industrie verstehen können, die Prozesse, die Langwerker etc.
00:23:14: Und dann kommunierst du es halt mit Leuten, das hat mir auch ganz gut gefallen.
00:23:20: vom Tommel bzw.
00:23:20: Tamasch, mit dem du dich auch verstehen kannst, oder?
00:23:25: Also, wo du sagst, hey, mit denen kann ich was trinken gehen, mit denen kann ich anrufen, zehn Uhr am Abend von mir aus, und da haben wir kurz das Gespräch, jetzt hat auch ein Mehmput dran.
00:23:32: Ich glaube, das ist ganz wichtig, wo ich ein gutes Gefühl einfach habe, weil diese Kombination ist entscheidend.
00:23:37: Wenn ich entscheiden müsste, würde ich... Den auch natürlich tendieren zu schlagkräftiger Investoren, die die Branche kennen, aber ich will es kommunieren auch mit möglicherweise kleineren Investoren, die eben auch ein gewisses Netzwerk mit reinbringen.
00:23:50: Und schauen, dass du dann beim Erwartungsmanagement von Beginn ganz klar kommunizierst, was ist realistisch und was nicht.
00:23:57: Das ist kein Karrierebusiness oder so, wo ich da quasi Das ist nicht ein Produktbau und dann erreiche ich nach sechs Monaten schon riesige Umsatzzahlen etc.
00:24:06: Das andere ist Umfeld.
00:24:07: Das muss klar sein, das müssen wir uns dort verstehen, sonst sind sie falsch am Platz.
00:24:12: Ihr habt das beide schon ein bisschen angesprochen.
00:24:15: Natürlich ist dieser Weg zu dem Punkt, wo ihr jetzt seitens in eurer Skalierungsreise nicht immer ganz linear, sondern man macht mal Kurven, man hat Rückschläge, man macht auch Fehler.
00:24:25: Wir wollen in dem Podcast-Format auch über das sprechen, weil man natürlich aus Fehlern viel lernt, aus Fehlern anderer, die man dann vielleicht nicht mehr selber macht.
00:24:34: Aus eurer Sicht was waren so... die größten Rückschläge in der Skalierung oder auch Fehler, die ihr selber gemacht habt.
00:24:40: Und wie habt ihr das, wie seid ihr damit umgegangen, Tommy?
00:24:44: Also ich glaube, von Rückschlägen zu sprechen, wäre hier tatsächlich zumindest bei unserer Geschichte Fehler am Platz, weil ich eigentlich jedes dieser Ereignisse eher als Richtungskorrektur sehe.
00:24:57: Ich habe ja erwähnt, wir haben als Telemediziner gestartet, dann sind wir in den BITUSI Bereich gegangen.
00:25:03: Dann haben wir tatsächlich eine BTC App entwickelt, gelounscht und nach zwei Wochen am Markt wussten wir trotz sehr guter User Feedbacks, dass das nichts anderes ist als eine Geldverbrellungsmaschine.
00:25:11: Und nachdem wir über zwei Jahre in das Produkt investiert haben, haben wir beschlossen, kurzerhand zu sagen, das machen wir nicht weiter.
00:25:19: Und wir haben de facto jede weitere Entwicklung dieser App gestoppt und haben uns komplett hundertundachtzig Grad auf ein anderes Business Model gedreht.
00:25:28: Was man natürlich hat, sind Nahtoderfahrungen.
00:25:31: Von denen haben wir auch zahlreiche.
00:25:33: Also selten habe ich eine Finanzierungslunde abgeschlossen, wo irgendwie mehr als ein, zwei Monate Geld am Konto waren.
00:25:40: Das ist, glaube ich, irgendwie einfach passiert.
00:25:42: Also vor allem, wenn man gründet in einer Zeit mit Covid und Ukraine Krieg und you name it.
00:25:48: Aber, ja, what doesn't kill you makes you stronger.
00:25:51: Und nach dem Motto gehen wir weiter.
00:25:53: Und ja, ich bin mir sicher, es werden noch Nahtoderfahrungen kommen.
00:25:57: Und ich bin aber zuversichtlich, dass wir auch diese überleben werden.
00:26:01: Gibt es irgendeinen Fehler, den ihr gemacht habt, wo du jetzt anderen empfehlen würdest?
00:26:06: Ich meine, das ist natürlich immer sehr individuell, aber wo ihr sagt, laum macht es das nicht.
00:26:13: Aus meiner Sicht die richtigen Leute auf die richtige Position setzen.
00:26:18: Ganz wichtig.
00:26:21: Nicht nur vom Management, sondern auch von den Mitarbeitern.
00:26:25: Keine Mitarbeiter einstellen, die steile Lernkufe haben.
00:26:29: Erfahrung reinbringen.
00:26:30: Als Start-up, ein Start-up bleibt davon, dass es nicht nur den Innovationsgeist der Gründer hat, sondern auch die Erfahrung von anderen Mitarbeitern, die vielleicht in einem ähnlichen Job schon genau das Gleiche gemacht haben und die genau wissen, wo sie hingreifen müssen, um irgendwelche Themen zu lösen.
00:26:48: Also Management und Diversifikation des Management und Erfahrung reinbringen, so früh wie möglich.
00:26:55: sehr ähnlich auch bei uns.
00:26:56: Also ich glaube, die einzigen Fehler, die ich wirklich sehe, sind welche, wo wir eigentlich eh wussten, was die richtige Entscheidung ist, aber viel zu lang gezögert haben, sie zu treffen, sei es jetzt personell bedingt oder produktbedingt.
00:27:08: Und das ist jetzt natürlich ein super Beispiel, wo wir die B to C App schnell vom Markt genommen haben.
00:27:12: Aber hätten wir damals mehr als vier Monate Runway gehabt, bin ich mir nicht sicher, ob wir so schnell reagiert hätten.
00:27:17: Wenn dann noch eineinhalb Jahre Runway da gewesen wären, hätten wir vielleicht dingt wie monatelang versucht, das zu richten, das wäre die total falsche Entscheidung gewesen.
00:27:24: Also idealerweise sollte man immer so denken, als ob man gerade irgendwie an der Kippischen ist und jede Entscheidung muss sofort und mit der größtmöglichen Konsequenz getroffen werden.
00:27:38: Aber man ist ein Mensch und schafft das leider nicht immer.
00:27:42: Kann das was sind so typische Fehler, die du siehst?
00:27:46: Ja, ist klar.
00:27:47: Wenn man schon einiges als eine gute Punkte gehört, ist auch nicht so einfach, wie schnell man eine Entscheidung trifft.
00:27:53: Ist die fundiert genug?
00:27:54: Hat man genug Fakten?
00:27:56: Gleichzeitig will man es nicht zu sehr hinauszögern oder so ist, glaube ich, gar nicht so einfach.
00:27:59: Da spielt Erfahrung eine wesentliche Rolle.
00:28:02: Wie balanciere ich das?
00:28:03: Aber ich glaube eben, wenn man zu langsam ist in der Entscheidungsfindung, das hat dann sehr oft negative Auswirkungen auf die Entwicklung.
00:28:13: Und sonst... Ich glaube, in dem Unfall muss man halt eine gewisse Maßung Geduld mitbringen.
00:28:21: Nicht so kurzfristig alles sehen, sondern mit bislangfristig.
00:28:23: Was ist die Vision?
00:28:24: Was ist die Strategie?
00:28:25: Wollen wir hin?
00:28:25: Die Aktivitäten, die wir setzen, führt das eigentlich in die Umsetzung dieser Vision, die man vorher hat.
00:28:29: Das glaube ich, muss man sich immer vor Augen halten und daran arbeiten.
00:28:35: Und umgekehrt gab es bei euch so einen Moment oder vielleicht auch mehrere Momente, wo ihr euch gedacht habt, sie ist... Das ist es, jetzt fliegt das Ding oder jetzt funktioniert das?
00:28:46: Ich habe immer gesagt, das funktioniert.
00:28:48: Für mich klingt das nach einem wahnsinnig gefährlichen Gedanken.
00:28:51: Ich hatte den noch nicht.
00:28:53: Ich hoffe, ich werde ihn auch noch so lange nicht haben.
00:28:55: Weil ich glaube, der erste Moment, wo man sich zurücklehnt und sagt, jetzt passt, ist der erste Moment, wo man sich Richtung Abgrund begibt.
00:29:03: Ich finde, als Gründer sollte man möglichst lang, möglichst paranoid bleiben.
00:29:10: und immer nach der nächsten Gefahr, immer nach den nächsten Konkurrenten, immer nach der nächsten Technologie, die vielleicht den kompletten Markt auf den Kopf stellen könnte, ausschalten und einfach immer mit dieser Urgency und diesem Überlebensinstinkt agieren.
00:29:28: Das zurücklehnen kennen wir auch nicht, glaube ich, vor deiner Meinung.
00:29:33: Wir haben jetzt zwar die Automatisierung geschafft, wir haben das Produkt in den Markt eingeführt, aber es Es gibt eine Liste von Tätigkeiten und Aktivitäten, die wir alle noch machen müssen.
00:29:45: Wir müssen mit den Produktionskosten herunter.
00:29:48: Wir müssen versuchen, permanent ein Algorithmus noch einmal zu verbessern.
00:29:53: Wir haben Ideen in die USA zu gehen.
00:29:57: Und da gibt es so viele Themen, die aber auch nicht nur von Webwäuber getrieben sind, sondern auch von Kunden getrieben sind.
00:30:08: aktuell entwickeln wir gerade einen Self-Free-Prozess.
00:30:11: Das heißt, ohne die DNA in Zellen einzuschleusen, wollen wir sie vermehren.
00:30:18: Das hat gewisse Vorteile bei manchen Kunden.
00:30:22: Da gibt es echt eine Liste von Themen und es gibt kein Zurückklänen, sondern es gibt nur einen Vorwärts- und Weitermachen.
00:30:30: Gutes Stichwort vorwärts und weitermachen, werfen wir einen Blick in die Zukunft und was für euch hingehen kann oder soll.
00:30:38: Was ist eure persönliche Vision?
00:30:40: Wo wollt ihr jetzt bei euch mit gesund in fünf Jahren stehen?
00:30:45: Also ich habe eine Vision fürs Gesundheitswesen und eine Hoffnung dafür, welche Rolle gesund dabei spielen wird.
00:30:52: Also ich denke, wenn wir das System am Leben erhalten müssen, dann müssen Patientenströme, Daten getrieben und digitalisiert navigiert werden.
00:31:04: Ich hoffe, dass in fünf Jahren, zehn Jahren kein Patient mehr zum Arzt geht, ohne dabei vorher digital vorerfasst und zum richtigen Punkt of Care navigiert worden zu sein.
00:31:13: Und ja, ich bin davon überzeugt, dass wir mit gesund in diese Entwicklung eine Schlüsselwahl spielen können und zumindest europäischer Champion sein können.
00:31:24: Und wie es dann über Europa's Grenzen hinaus ausschaut, dass ja.
00:31:28: Hängt auch sehr stark von politischen Entwicklungen ab.
00:31:30: Hättest du mich von einem Jahr gefragt, dass ich dir gesagt, Büro in Boston und wir sind am US-Markt.
00:31:37: Jetzt bin ich mir nicht mehr ganz so sicher, ob das der Weg für uns ist.
00:31:40: Europa wird weiterhin unser Fokus sein.
00:31:42: Und dann, ob es Richtung Osten, Richtung Asien oder Richtung Westen Amerika geht, ist to be discussed.
00:31:49: Bei uns ist es Umsatz, Umsatz, Umsatz für die nächsten zwei bis drei Jahre.
00:31:58: in die Investoren eingestiegen.
00:32:00: Das heißt, die haben langsam ein Exit-Druck.
00:32:03: Wir wollen eigentlich in zwei bis drei Jahren das Unternehmen erfolgreich exidieren.
00:32:10: Ja?
00:32:12: Ich finde, ja, Exit, wenn man VC-backt ist, dann kann man natürlich schwer sagen, Exit ist kein Ziel.
00:32:21: Aber für mich ist Exit ... Live
00:32:23: ohne Air.
00:32:25: Für mich ist ein Exit ... Ja, jetzt kein Selbstzweck.
00:32:28: Ich finde, das ist ein Erfolg von guten Agieren im Unternehmen.
00:32:33: Mir macht das total Spaß, was wir heute tun.
00:32:35: Wir haben zum Glück jetzt keinen wahnsinnig großen Exit-Druck von unseren Investoren.
00:32:41: Natürlich irgendwann wird es mich aufreihen, wenn es da mal einen schönen Exit gibt.
00:32:47: Aber für den Moment bin ich eigentlich ganz happy mit dem, was wir tun.
00:32:50: Ich möchte das gerne weitertreiben und schauen, wie weit wir kommen.
00:32:54: Und wenn ein richtiger Moment gekommen ist, dann... Ja, die Glocke bei der Nest der Gleuten.
00:33:00: Auch gut.
00:33:01: Und zum Abschluss noch so ein bisschen die Rahmenbedingungen.
00:33:05: Und was ich euch da wünscht, Kambis, wir haben am Eingangs gesagt, starkes Wörterklin, österreich, historisch, auch immer noch, was braucht es denn an politischen, an wirtschaftlichen Maßnahmen, damit das in Zukunft auch so ist, beziehungsweise noch verstärkt?
00:33:21: Habt ihr das Wirtschaftskammer in der Meinung?
00:33:26: Also der Help und Bau der Klasse bzw.
00:33:29: Übergreifen des Life Science war in den letzten Jahren und Jahrzehnten sehr stark in Österreich.
00:33:35: Es gab viele verschiedenste Programme, Förderprogramme, Institutionen, die aufgesetzt worden sind.
00:33:43: Auch im Export tut sich da viel.
00:33:45: Ich denke aber, das Thema, das wir haben, ist jetzt nicht nur speziell in dem Bereich.
00:33:51: ein Thema oder eine Herausforderung, sondern eigentlich gilt für ganz Österreich.
00:33:54: Und so diese Kombination aus sind wir schnell genug und sind wir risikofreudig genug.
00:33:59: Ich würde sagen, nein, das sind wir noch nicht.
00:34:01: Wir sind noch zu langsam und noch zu risikowär sind vielen Bereichen, vor allem wenn es auch in die Öffentlichkeit geht.
00:34:06: Das heißt, wir brauchen natürlich viel mehr Druck noch in Richtung Umsetzung Geschwindigkeit, Adaptierbarkeit.
00:34:15: Wir haben teilweise sehr vieles fragmentiert.
00:34:17: Ich glaube, mit dem Blick auf die Daten, wie kann man das stärker zusammenführen, besser auswerten, wie kann man den Zugriff erleichtern, das sind alles Punkte, die wir noch wirklich maßgeblich verbessern können und sollten, damit es noch mehr Neugänge kommt.
00:34:31: Und dann ist es jetzt so, das bezieht sich jetzt auf ganz Europa, trotzdem sind wir noch relativ fragmentiert, vielleicht nicht wie vor Jahrzehnten, aber dennoch, wir haben da teilweise trotzdem noch unterschiedlich regulatorisch und darüber noch weiter Eintrittsbarrieren.
00:34:47: Und wir müssen durch Start-ups in ganz Europa die Möglichkeit bitten, dass sie halt skalieren, nicht nur in jeweiligen Land, sondern quasi in ganz Europa, und zwar weniger fragt man Titels bis Start.
00:34:55: Und dass das auch dahingehend, das ist natürlich ein großes politisches Thema.
00:35:00: Wie schaffen wir das noch stärker zusammenzuführen, weil davon müssen wir alle profitieren.
00:35:04: Was steht auf Deiner Wishlist, Tommy?
00:35:07: Boah, wie lang haben wir Zeit?
00:35:10: Nein.
00:35:11: Also, das Gesundheitswesen ist insofern speziell, dass Kunden gut regulierter Produkte eigentlich schätzen.
00:35:20: Das heißt, wenn es um industriespezifische Regularien gibt wie jetzt die Medical Device Regulation oder auch in unserem Fall der AI Act, ist jetzt natürlich nicht super schön, dass wir uns damit beschäftigen müssen, aber gleichzeitig ist es schon sinnvoll, dass wir uns damit beschäftigen, weil Move Fast and Break Things ist halt kein Ansatz, den man im Gesundheitswesen verfolgen sollte.
00:35:46: Das heißt, Da möchte ich jetzt nicht zu viel mich darüber beschweren.
00:35:49: Ich glaube, was halt mühsam ist, sind die gleichen Sachen, die auch für andere vertikels mühsam sind.
00:35:55: Wenn ich einen amerikanischen Investor erklären muss, dass wir jetzt wirklich vier Stunden beim Notar ersitzen werden und der wirklich den Vertrag wortwörtlich vorlesen wird, wenn unsere Finanzierungsrunde um zwei, drei Monate verschoben wird, weil wir als Medizinprodukte herstellen, als kritische Infrastruktur gesehen werden und dann mal abklären müssen, ob überhaupt ein US-Amerikaner bei uns investieren darf.
00:36:18: Obwohl wir... ...fünfundzwanzig Leute sind, also das war schon vor paar Jahren und keinen nennenswerten Umsatz machen.
00:36:26: Ja, das sind halt einfach... ...Payments, die natürlich... ...man sich gerne ersparen würde.
00:36:33: Ja, aber wenn ich einen konkreten Wunsch äußern könnte, dann wäre das mehr Incentives in Österreich, um... das sehr wohl und sehr vielfach vorhandene Privatkapital in Richtung Risikoinvestments zu kanalisieren.
00:36:48: Der gutes Beispiel ist, glaube ich, in den UK, das EIS-Modell, wo Investoren, die in Unternehmen investieren, die dann auch lokal Wert schöpfen, dafür dann eine Steuerleichterung bekommen.
00:37:04: Das heißt, da gibt es einen wirklich sehr signifikanten Incentiv.
00:37:08: in Fonds die Venture Capital Investments machen, das Geld hineinzustecken, weil es da einfach gute Steuererleistungen gibt.
00:37:16: Und ich denke, mit so einem Vehikel könnte man in Österreich auch durchaus neues Kapital anlocken.
00:37:23: Da schlage ich... Das ist vorgenickt.
00:37:24: Ja, da schlage ich in die gleiche Kerbe, muss ich sagen.
00:37:28: Wir haben eine tolle Förderlandschaft mit FFG, Wirtschaftsagenturen, AWS, die sehr unterstützend wirken.
00:37:35: Aber wenn man sich anschaut, wie und ich kenne jetzt den... Menschen-Capital-Markt seit zwanzig Jahren, wenn man sich anschaut, wie viel Geld nach wie vor in Immobilien-Investitionen fließen und wie wenig in Wachstumskapital oder Start-up-Kapital, Menschen-Capital.
00:37:50: Also die nordischen Länder, du hast die UK erwähnt, haben ein ähnliches Modell.
00:37:55: Dort fließt einfach viel privates Kapital über Steuerleichterungen in diese Fronse hinein und das ist nicht sehr, sehr hilfreich.
00:38:07: Super.
00:38:08: Zum Abschluss, wir haben jetzt viel über das Hörtekel geredet.
00:38:10: Wir haben viel über euches Unternehmen gesprochen, über die Rahmenbedingungen gesprochen.
00:38:16: Jetzt wollen wir euch als Personen und Menschen noch ein bisschen näher kennenlernen.
00:38:21: Und so machen wir das im Rahmen unserer Scale Speed Round.
00:38:25: Das ist ein Word-Rab.
00:38:26: Ich habe fünf Fragen für euch.
00:38:28: Wir gehen im Reihe um.
00:38:30: Und ich werfe für euch die Fragen hinein, bitte um möglichst kurze und... Prägnante Antworten darauf.
00:38:37: Wenn ich morgen neu starten könnte, würde ich...
00:38:41: Hoffen, dass ich genauso blau-äugig an das Ganze ran gehen kann, wie damals, weil wüsste ich, was mir bevorsteht, würde ich sicherlich was anderes machen.
00:38:51: Ich würde von Beginn an das Team viel breiter aufstellen.
00:38:57: Mit mehr Erfahrung.
00:38:59: Also wenn ich da jetzt quasi meine Grundersperspektive jemalige mit reinnehme, dann würde ich versuchen, man unter dem Komplett kaibersiert aufzubauen, sowohl von den Prozessen als auch vom Geschäftsmodell.
00:39:10: Mein größter Aha-Moment war,
00:39:14: wie viele Neins man einstecken muss, als Gründer, vor allem wenn man die erste Finanzierung so unter aufstellen möchte.
00:39:22: Planung ist wichtig, aber nicht alles und man muss flexibel genug sein, wenn es anders kommt.
00:39:30: dass ich schon fünf Jahre bei der Wirtschaftskammer bin.
00:39:34: Jetzt haben wir die wenigsten zugetraut.
00:39:38: Mein größter Erfolg, außer fünf Jahre bei der Wirtschaftskammer.
00:39:43: Ich glaube, die Tatsache, dass wir mit gesund nach jetzt über sechs Jahren immer noch da sind, haben uns, glaube ich, auch viele nicht zugetraut und dass wir, glaube ich, eine sehr rosige Perspektive haben, ein tolles Team.
00:39:58: Produkt selber schon erkennt und löst, ohne dass ich was dazu beitragen muss.
00:40:03: Ja, das ist sehr schön zu sehen und freue mich auf die Zukunft.
00:40:08: Ebenfalls.
00:40:08: Konstant als Unternehmen weiterentwickelt, als Mitarbeiter eingestellt und schon als CFO, meine CFO-Perspektive, dass wir nie mehr als ein, zwei Prozent Abweichung von Budgetarten auf Event-Evilt-Basis.
00:40:29: Also mit Hinblick.
00:40:31: Also mit Hinblick auf Sie, wie wir arbeiten, das können wir dennoch trotzdem, dass wir schon sehr, sehr viel quasi umgesetzt haben und zwar früher, als ich erwartet habe und vor allem eben die Anzahl an Gründer, Gründerinnen, die dann wirklich ein Start-up aufgebaut haben, sowohl die schon hier waren, als auch die, die gekommen sind.
00:40:48: Mein persönlicher Purpose ist,
00:40:51: das Gesundheitssystem strukturell zu verändern.
00:40:58: Zwei Dinge, einerseits gesellschaftlich, sicherlich hier die Medikamentenentwicklung zu beschleunigen, weil das ist mit unseren DNA-Gäten möglich.
00:41:09: Das ist die Division.
00:41:11: Persönlicher Börpers drohlen Exit hinlegen.
00:41:17: Anderer dabei, zu unterstützen, ihre Ideen umzusetzen.
00:41:22: Und last but not least, mein wichtigster Rat an Gründerinnen und Gründer ist?
00:41:27: Einfach einmal öfter aufstehen, als man hinfällt.
00:41:31: Ja.
00:41:34: Nicht aufgeben.
00:41:37: durchaus am Plan festhalten, aber flexibel genug zu sein, um auch die Richtung zu ändern.
00:41:44: Ähnlich keep going und geduldig bleiben.
00:41:47: Wunderbar, ein sehr, sehr schöner Schlusssatz.
00:41:49: Vielen Dank.
00:41:51: Ich danke euch allen ganz herzlich für die spannende Diskussion, für die spannenden Insights.
00:41:55: Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, vielen Dank fürs dabei sein bei unserem Podcast.
00:42:01: Höher hinaus der EOScaler Podcast, spannendes Wörtige, Biotech und Health.
00:42:05: Vielen Dank fürs dabei sein, bis zum nächsten Mal.
00:42:08: Danke.
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