Sky‘s Not the Limit – wie Tech-Start-ups Luftraum und Orbit erobern

Shownotes

SpaceTech & Aviation gehört zu den spannendsten – und zugleich herausforderndsten – Verticals des EY Scale-up Awards. Die Entwicklungen reichen von Satellitenanalysen über Drohneninfrastruktur bis hin zu globalen Telekommunikationsstandards. In dieser Episode diskutiert Florian Haas mit Jury-Mitglied Werner Müller von der FFG, Scale-up des Jahres Thomas Neubauer von Dimetor und Rising Star des Jahres Andreas Salentinig von ubicube über ein Ökosystem, das technologische Exzellenz, globale Regulierung und kommerzielle Anwendung vereinen muss.

ubicube verwandelt globale Satellitenbilddaten in nutzbare, harmonisierte Informationen für Energieunternehmen, Real Estate und Versicherungen – und löst zentrale Probleme rund um Datenqualität, Aktualität und Skalierbarkeit. Dimetor wiederum schafft die Schnittstelle zwischen Telekommunikationsnetzen und unbemannter Luftfahrt: Ihre Plattform ermöglicht sichere, skalierbare Drohnenflüge – von industriellen Inspektionen bis zu zivilen und defensiven Anwendungen. FFG-Experte Werner Müller gibt Einblicke in die europäische Dimension des SpaceTech-Ökosystems, die besondere Förderlogik und die Rolle von Kommerzialisierung in einem globalen Umfeld.

Im Gespräch geht es um Regulierung, Skalierung, Pilotprojekte, Kundenzentrierung, Internationalisierung – und darüber, wie man als österreichisches Hightech-Start-up weltweit erfolgreich wird.

Das Wichtigste auf einen Blick: • SpaceTech in Österreich: Kleiner Markt, großer Hebel – europäische Programme & ESA-Kooperation entscheidend. • ubicube: Satellitendaten, Gebäudeinformationen und Liegenschaftsanalysen für Energie, Immobilien & Versicherungen. • Dimetor: Softwareplattform für mobile Konnektivität im Luftraum – Grundlage für sichere autonome Drohnenflüge. • FFG-Perspektive: Innovation + Kommerzialisierung + belastbares Team = Förderwürdigkeit. • Erfolgsfaktoren: Kundennähe, Pilotprojekte, Fokus, schnelle Entscheidungen & Mut zur Anpassung. • Skalierung: Global denken, europäisch starten – Standards & Netzwerke als Wachstumsbeschleuniger. • Herausforderungen: Langsame Luftfahrtregulierung, komplexe Märkte, begrenzte Sichtbarkeit des Sektors. • Ausblick: SpaceTech wandert von staatlichen Projekten in kommerzielle Anwendungen – große Chancen für Start-ups.

Transkript anzeigen

00:00:05: Hallo und herzlich willkommen zur neuen Folge unseres Podcasts höher hinaus, der EY Scala Podcast.

00:00:13: Wie immer wollen wir heute die Looper auf ein spannendes Wörtekli des österreichischen Startup-Ökosystems werfen und haben heute ein Wörtekli im Fokus, das immer den Blick nach oben richtet.

00:00:26: Space Tech und Aviation.

00:00:28: Ich freue mich sehr, meine Gäste bei mir.

00:00:31: begrüßen zu dürfen, Werner Müller von der FFG Head of Startup Services kennt die Förderlandschaft und Herausforderungen von Space Tech Innovationen hervorragend.

00:00:41: Vielen Dank, dass du da bist.

00:00:43: Thomas Neubauer, Mitgründer von Dimetor, unserem Scale-Up des Jahres in diesem Wörtikel.

00:00:49: Bereits zum zweiten Mal in Folge Scale-Up des Jahres in diesem Wörtikel.

00:00:53: Ich sage kurz, was ihr macht, gerne dann auch noch in deinen Worten.

00:00:57: Aber was macht Dimetor, verknüpft Telekom-Daten mit Drohnenanwendungen und macht damit den Weg frei für sichere und skalierbare Drohnenflüge weltweit?

00:01:07: Und Andreas Salintinik, Gründer von Ubicube, unserem amtierenden Rising Star.

00:01:12: in diesem Vertikel.

00:01:14: Was macht ihr?

00:01:15: Ubicube macht Rohdaten von Satelliten nutzbar und bringt konkrete Lösungen für Energie, Immobilien und Infrastruktur.

00:01:24: Schön, dass ihr da seid.

00:01:25: Vielen Dank fürs dabei sein.

00:01:33: Ich würde zu Beginn gerne ein bisschen auf das Vertical allgemein und die Branche in Österreich eingehen und bei dir, lieber Werner, starten.

00:01:41: An dich die Frage, wo steht Österreich aktuell im Bereich Space Tech?

00:01:46: Was gelingt uns gut?

00:01:47: Wo müssen wir aufholen?

00:01:50: Danke zunächst mal für die Einladung zum Podcast.

00:01:54: Der Sektor ist vielleicht ein bisschen spezieller.

00:01:57: Im gesamten Ökosystem ist es einer, der vielleicht trotz... kommerzieller Anwendungen vielleicht ein bisschen ein anderer andere Spielregeln hat, wie vielleicht die restlichen Sektoren.

00:02:09: Wir bei uns im Haus in der FFG haben die Agentur für Luft- und Raumfahrt.

00:02:13: Das heißt, es gibt eine spezifische Agentur für diesen Bereich, sehr stark in der Zusammenarbeit mit der ESA, was hier vielleicht auch schon ein wesentlicher Komponente ist, dass man als Österreich allein in Österreich ein Start-up wahrscheinlich hier Der Markt zu klein ist, das heißt man muss von Hause schon im Programm schauen, die auf einer europäischen Dimension sind, wenn nicht sogar eben auf einer globalen Dimension, weil der Markt einerseits ein Markt ist, der sehr spezifisch ist, der sehr lange Vorlaufzeiten hat und auf der anderen Seite eben... Man oft nur einen Teilbereich einer Applikation abbildet.

00:02:53: Wo ist Österreich?

00:02:55: Gab es un längst anlässlich des Fünfzig-Jahres Jubiläums der ESA.

00:03:00: Eine Vermessung von Österreich sind so ca.

00:03:03: Hundertfünfzig Unternehmen, die aktiv sind in diesem Bereich.

00:03:07: Ca.

00:03:07: Zwarhundert Millionen Euro Wertschöpfung pro Jahr.

00:03:10: Das heißt, da gibt es einige Applikationen.

00:03:13: Nicht alle davon sind Startups.

00:03:16: Startups hier.

00:03:17: sind auch, die haben sicher längere Zyklen, sag ich jetzt mal, bis man Markt ist.

00:03:22: Das kennt man vielleicht auch im Bereich Life Science auch.

00:03:26: Aber das ist hier sicher einer, wo man einen langen Atem hat.

00:03:29: Das heißt, von einem Start-up wirben wir in der Regel zum Scale-Up vielleicht schon, bis man dann erst den Markt überhaupt bis man ein marktfähiges Produkt hat.

00:03:37: Was gelingt uns gut?

00:03:39: Ich glaube, es ist so eine Transformation in Österreich auch Richtung... kommerzielle Anwendungen und private Anbieter.

00:03:46: Das sind wir weltweit.

00:03:47: Das heißt, da stehen wir vielleicht noch ein bisschen am Anfang, aber man sieht, da geht einiges.

00:03:51: Wir sehen Start-ups, wenn man im Palschen oder auch Gatspace nimmt, dass auch in diesem Upstream-Bereich Start-ups erfolgreich sind.

00:04:01: Im Gegensatz wie vielleicht bisher sehr stark in diesen Downstream-Satelliten Anwendungen.

00:04:06: Und ja, ich glaube, diese Verbindung zur Industrie wird auch immer wichtiger.

00:04:10: Das heißt, da gibt es einiges, wo man Österreich schankern.

00:04:13: Die Start-up-Szene in Österreich im Bereich Space Tech ist aber eine überschaubare EVE-Schnitz, vielleicht noch eine Spur anders, da gibt es wieder andere Anwendungsfälle, die breiter sind.

00:04:24: Was ist dir jetzt bei der Bewertung als schüre Mitglied von so einem Space Tech oder Aviation, Start-Up oder Scale-Up wichtig?

00:04:33: Oder hast du es gesagt, die sind ein bisschen speziell?

00:04:35: Ist auch wahrscheinlich speziell in der Bewertung?

00:04:38: Ich bin schon mal sehr glücklich, dass es die Kategorie gibt, weil ich glaube, das Thema Sichtbarkeit von Space Tech Start-Ups, dadurch, dass es schon ein spezifischer Bereich ist, fehlt oft diese Sichtbarkeit.

00:04:48: Es ist zwar ein tolles Thema, aber diese Start-Ups selber kennt man nicht, die Komponenten stecken oft.

00:04:54: In irgendeiner spezifischen Anwendung ist nicht das Österreich ein Start-up hat, das in der ganzen Rakete baut, sondern es sind immer sehr spezifische Anwendungsgesis.

00:05:02: Das heißt, mir ist wichtig, einerseits, dass es diese Kategorie gibt und in der Bewertung Technologie ja.

00:05:09: Auf der anderen Seite ist es eben auch die kommerzielle Anwendung, die uns generell auch in der FFG immer auch wichtig ist, zu sagen, Dinge müssen nicht nur sehr innovativ sein, sondern sie müssen auch funktionieren und einen Markt

00:05:21: haben.

00:05:22: Kommerzielle Anwendung ist ein gutes Stichwort.

00:05:25: Das wollen wir jetzt gerne anhand von zwei ausgezeichneten Beispielen diskutieren, weil jetzt seit sie eben beide beim Scaler bewahren, in diesem Wörter ausgezeichnet worden.

00:05:33: Andrea, ich möchte gerne mit dir und mit Ubicube starten.

00:05:37: Ihr verwandelt riesige Datenmengen aus Satelliten in konkrete Infos, zum Beispiel für die Immobilien- oder Energiewirtschaft.

00:05:44: Wie funktioniert euer Geschäftsmodell genau?

00:05:47: Also von meiner Seite, herzlichen Dank für die Einladung.

00:05:51: Ich möchte noch kurz was hinzufügen zu deinem Intro von der heutigen Folge.

00:05:55: Das sagt der Blick nach oben.

00:05:57: Bei uns ist nämlich tatsächlich der Blick von oben auf die Erde herunter mittels Satellitenbilddaten.

00:06:04: Und das bringt mir jetzt dazu, wie das funktioniert.

00:06:06: Also wir sind ein globaler Anbieter von Bauwerksinformationen und Liegenschaftsinformationen.

00:06:14: Da geht es um physische Eigenschaften von Gebäuden, also Dachformen, Dachmaterialien, was haben die für Volumen?

00:06:22: und auch über Liegenschaften, also wie viel von einer Parzelle zum Beispiel ist versiegelt, also solche Informationen.

00:06:28: Wir sind ein Anbieter von diesen Informationen.

00:06:30: Das brauchen zum Beispiel verschiedenste Unternehmen aus der Energiebranche, also Netzbetreiber, auch im Real Estate ein großes Thema und natürlich immer mehr auch im Versicherungsbereich.

00:06:43: So, und das sind Informationen und Daten, die irrsinnig wichtig sind für Geschäftsentscheidungen.

00:06:48: Also je besser die Daten sind, desto bessere Entscheidungen kann man treffen.

00:06:53: Und wenn man da wie gesagt veraltete Daten hat oder lückenhafte Daten, dann hat das oft sehr massive finanzielle Auswirkungen, nämlich negative Auswirkungen.

00:07:03: Und das ist aber tatsächlich so, dass stand jetzt eben diese Daten sehr fragmentiert sind, teilweise nicht verfügbar oder sehr veraltet.

00:07:11: Genau, dort setzen wir an, also wir sammeln prinzipiell einmal alles, was es über Gebäude an Informationen so gibt.

00:07:18: Wir nutzen Katastardaten oder so Crowdsourcing-Plattformen, tragen alles zusammen, über Ländergrenzen hinweg, harmonisieren diese Informationen.

00:07:27: Das ist so die Basis, wir nennen das Foundation Layer.

00:07:30: Und dann kommt dieses Space Deck Komponente ins Spiel.

00:07:33: Wir nutzen nämlich diese Satellitenbilddaten, aktuelle Satellitenbilddaten, hochauflösend, um Datenlücken auch zu erkennen in diesen offiziellen Datenbeständen und zu füllen.

00:07:44: Also wenn da Gebäude fehlen, die vielleicht erst vor ein paar Jahren errichtet worden sind, können wir diesen Datenbestand quasi automatisiert aktuell halten.

00:07:52: Und somit haben unsere Kunden dann immer die Möglichkeit, den Ist-Stand in der Bebauung oder zu den Bauwerken und Liegenschaften auch ab... greifen zu können, vollautomatisiert über eine Schnittstelle und dadurch kann man dann natürlich viel effizienter und eigene Prozesse in den Unternehmen viel effizienter und besser gestalten.

00:08:10: Und das ist unsere Mission sozusagen.

00:08:14: Wie war so der Weg von der Idee über das Forschungsthema bis hin zur Anwendung und was waren vielleicht auch so ein bisschen die Herausforderungen auf diesem Weg?

00:08:24: Ja, also die Idee.

00:08:27: Ich beschäftige mich mittlerweile seit fünfzehn Jahren mit Satellitenbilddaten.

00:08:31: Noch mein Studium war ja bei Jaren Italien über sein ESA-Forschungsprojekt, wo es eben genau darum ging, Gebäude zu erkennen, wie verändern sich die über die Zeit.

00:08:40: Da ist es hauptsächlich um die Expansion chinesischer Städte gegangen.

00:08:44: Das war so mein großes Forschungsthema.

00:08:49: Und das ist dann ein bisschen ins Hintertreffen geraten, bei mir persönlich habe ich verschiedenste andere Sachen gemacht, auch mit Satellitenbilddaten.

00:08:55: Und jetzt eben in dieser Start-up-Reise sind wir wieder zu diesem Gebäudedehmer sozusagen zurückgekommen.

00:09:02: Und also da ist schon sehr viel Forschung eben reingrennt, auch im Zuge von meiner Doktorarbeit und dann auch darüber hinaus.

00:09:08: Aber das Thema war immer ja vieles davon, was entwickelt wird und geforscht wird, verschwindet ein bisschen in der Schublade.

00:09:15: Es hat mich immer issenig gestört.

00:09:17: Und das war eigentlich auch da... Grund und die Hauptmotivation, warum ich das Unternehmen eigentlich gegründet habe.

00:09:22: Und dieser Forschungsweg, den muss man natürlich gehen.

00:09:25: Man muss da eben die Limits sozusagen pushen, was aktuell möglich ist.

00:09:31: Und da sind wir natürlich sehr gut aufgehoben auch mit der FFG in Österreich.

00:09:35: Aber trotzdem ist das nach wie vor eine Herausforderung natürlich.

00:09:38: Das gravierenste und das Wichtigste als B-to-B-Anbieter, finde ich, ist, dass man die Probleme der Kunden versteht und eben nicht nur jetzt quasi Sturerforschungsprojekt durchboxt, um das durchzuboxen, sondern auch wirklich adaptieren zu können, um auf die Kundenbedürfnisse einzugehen.

00:09:56: Und da ist eben der wichtigste Punkt und die größte Herausforderung, weil das auch die Frage war, wie kommt man zu diesem Domänenwissen?

00:10:03: Also das finde ich es toll.

00:10:04: das ganz essentielle dann.

00:10:07: Sehr spannend.

00:10:07: Vielen Dank, Thomas.

00:10:09: Kommen wir zu DieMetor.

00:10:11: Ich habe kurz schon gesagt, was ihr macht, aber ich glaube, du kannst das besser erklären als jeder andere.

00:10:17: Was tut ihr?

00:10:19: Wie ist euer Geschäftsmodell?

00:10:20: Wo sind eure Kunden?

00:10:22: Sehr gerne, auch nochmal herzlichen Dank für die Einladung.

00:10:25: Was wir machen ist, wir liefern Softwareplattformen und damit schaffen wir eine Schnittstelle zwischen Telekommunikationsinfrastruktur sowohl terrestrisch als auch nicht terrestrisch mit anderen Industriezweigen.

00:10:42: Und eine davon ist beispielsweise die Luftfahrt, um ganz speziell die unbemannte Luftfahrt.

00:10:49: Denn für unbemannte Luftfahrt dronen im umgänglichen Chagant, damit die Anwendungsbeispiele durchführen können.

00:11:02: Zum Beispiel Inspektion von kritischer Infrastruktur, von Stromleitungen, von Eisenbahntrassen, aber auch für Einsatzkräfte.

00:11:13: Braucht es eine digitale Infrastruktur im Luftraum?

00:11:16: Und es braucht nicht nur eine digitale Infrastruktur, sondern man muss auch wissen, wo ist diese Infrastruktur in welcher Güte verfügbar?

00:11:25: Man kann sich das einfach vorstellen.

00:11:28: Für jeden Flug ist klar, dass man eine Wettervorhersage benötigt, weil man darf nicht in eine Sturmfront fliegen.

00:11:36: Ähnlich ist es mit Connectivity.

00:11:38: Connectivity ist nicht überall im Luftraum gegeben.

00:11:42: Wir errechnen diese Connectivity live.

00:11:49: Wir treffen auch Vorhersagen, wo wird diese Connectivity in den nächsten Tagen etc.

00:11:56: sein, basierend auf den Live-Daten der Mobilfunknetze.

00:12:01: Und warum ist das neu?

00:12:03: oder warum ist das spezifisch?

00:12:05: Historisch haben Luftfahrt und Telekommunikation nichts miteinander zu tun.

00:12:11: Bitte Handy ausschalten, wenn man im Flugzeug sitzt.

00:12:14: Das ist so der einzige direkte Connect, der jeden bekannt ist, weil es ein Sicherheitsrisiko ist.

00:12:21: Und für Drohnen ist es genau umgekehrt.

00:12:23: Ich brauche Mobilfunk im Luftraum, damit ich jederzeit diese Drohne steuern kann.

00:12:30: Und somit hat es historisch keine Schnittstellen gegeben für den Austausch dieser Daten und wir haben entsprechende Schnittstellen entwickelt und vertreiben die global.

00:12:44: Wir sind also eure Kunden.

00:12:46: Die Kunden sind sowohl die Telekommunikationsunternehmen.

00:12:50: Man darf nicht vergessen, die größten Drohnenbetreiber der Welt aktuell sind Telekommunikationsunternehmen, weil eine Drohne kann im Wesentlichen nur drei Dinge tun.

00:13:01: Eine Drohne kann Pakete liefern, irgendwann Personen, aber das Hauptgeschäft sind Daten.

00:13:09: Und Daten von einem Sensor an eine Kontrollstation zu liefern ist ein klassisches Telekommunikationsgeschäft.

00:13:16: Dass sich dieser Sensor im Raum dreidimensional bewegt, ist ein zusätzlicher Aspekt.

00:13:23: Aber de facto ist es ein IoT, ein Internet of Things-Gebiet und somit zählen die Telekommunikationsbetreiber mittlerweile zu den größten Drohnenbetreibern weltweit, weil sie eben Informationen liefern.

00:13:38: Jetzt kriegen wir, glaube ich, drohnen alle sehr intensiv aktuell mit im militärischen und die Fansbereich.

00:13:44: Inwiefern kommen da Kunden auf euch zu?

00:13:47: Inwiefern spielt da seine Rolle?

00:13:50: Man muss sehr stark unterscheiden zwischen dem Angriffsfall und dem Verteidigungsfall.

00:13:55: Mit einem Angriffsfall haben wir genau nichts zu tun und die brauchen auch keine Kommunikation, sondern die werden tatsächlich eingestellt und richten dann größtmöglichen Schaden an.

00:14:05: Für den Verteidigungsfall ist es aber genau so, dass man Drohnen sehr wohl einsetzt, weil die Doktrin der meisten Streitkräfte im Verteidigungsfall mittlerweile ist, dass der Erstkontakt über eine Maschine funktioniert, sprich auch über eine Drohne, aufklärungsmäßig.

00:14:22: Und diese muss sich Diese muss mit Kommunikationstechnologien verfügbar sein und ich muss wissen, ob ich dort Kommunikationsmöglichkeiten im Luftraum habe.

00:14:33: Und zum anderen muss ich wissen, ob es hier in der tatsächlich digitalen Kriegsführung Störungen gibt, sogenanntes Jamming und Spoofing von Positionsinformationen.

00:14:46: Und das ist tatsächlich eine Überschneidung, weil wir genau dafür auch die Telekommunikationsnetze als großflächige Sensornetze verwenden und mit unserer Software AI-basiert evaluieren, ob es tatsächlich eine Störung gibt und somit das ist wichtig für den zivilen Fall, weil ich nur dann, wenn ich weiß, dass meine Systeme funktionieren, ein sogenanntes Deconflicting machen kann.

00:15:13: und für den Verteidigungsfall ist es sehr wichtig, dass ich eben ein Live-Lagebild der Bedrohungslage habe und somit sind wir ein klassisches Dual Use Case Produkt mittlerweile.

00:15:28: Mit so einem Hinblick auf Wachstum und um Skalierung gerade international, das ist jetzt natürlich auch in einer sehr regulierten Branche.

00:15:36: Also Frage eins, wie fern ist das ein Thema für euch?

00:15:41: Und Frage zwei, habt ihr wirklich schon große Partner auf Vodafone, deutsche Flugsicherung und Co.

00:15:47: in vielen Ländern?

00:15:48: Was war da der entscheidende Hebel, dass ihr zu diesen Kunden gekommen seid als kleines und dafür Zeichen Start-up oder auch Scalaup aus Österreich?

00:15:57: Also zum Thema Regulierung, das ist tatsächlich ein riesiger Punkt, weil die Luftfahrtregulierung extrem träge ist im Vergleich zu jeder anderen Industrie, würde ich mal meinen, zu mir ist zu jeder anderen Industrie, die ich kenne, Luftfahrtregulierung passiert in Dekaden.

00:16:15: Und zwar klar, dass es in einem Bereich, wo es noch keine Regulierung gibt, dass wir nicht nur etwas in einem einer Regulierung folgen möchten, sondern diese auch aktiv mitgestalten.

00:16:26: Und somit leite ich persönlich seit den letzten sieben Jahren tatsächlich die globale Standardisierung der Schnittstellen zwischen Telekommunikationsindustrie und Luftfahrtsbehörden.

00:16:41: Und somit können wir hier sehr gut mitgestalten mit der europäischen Raum- und Luftfahrtsbehörde, mit internationalen Gremien.

00:16:50: wir definieren sozusagen hier Schnittstellen.

00:16:53: Und zum zweiten Punkt, wie schafft man es hier global zu skalieren?

00:17:02: Es ist nicht mein erstes Startup und ich habe die Möglichkeit, basierend auf Netzwerken von früheren Entwicklungen aufzubauen.

00:17:12: Und das ist uns auch hier gelungen.

00:17:14: Unsere ersten Kunden waren in den USA, in der Schweiz und in Australien, weil die Luftfahrt und auch die Telekommunikation globale Geschäfte sind und sie funktionieren global de facto auch gleich, weil sie auf denselben Standards basieren.

00:17:30: Das heißt, das ist auch für uns eine riesige Chance aus einem Land wie Österreich und der Anderem aufgrund der Unterstützung der FFG, dass man hier die Möglichkeiten bekommt, dass man eben global sehr wohl zeigen kann, dass wir hier absolut leading edge sind.

00:17:54: Spannend.

00:17:54: Andreas, ihr habt so einen stark wissenschaftlichen Background, hast du eingangs auch schon gesagt, seid so ein globaler Anbieter, auch an dich.

00:18:03: die Frage ist jetzt natürlich ein bisschen früher ist die Methode, auch Rising Star, wie schafft ihr es, dass ihr diesen Vorsprung, diesen Know-how-Vorsprung in kommerzielle Projekte übersetzt?

00:18:13: und wo steht sie da?

00:18:15: Ja, das ist tatsächlich eine große Herausforderung.

00:18:19: Als ich das vorher schon erwähnt, das Wichtigste ist eben, in engen Kontakt mit den Kunden zu sein.

00:18:27: Und wir machen das ganz gerne so, dass wir so kleine Pilotprojekte machen, auch schon in einem bezahlten Rahmen natürlich.

00:18:34: Das gibt dann natürlich eine gewisse Credibility auch einem selbst oder eben eine Bestätigung, dass man da an was dran ist.

00:18:41: Aber unsere Kunden wollen in der Regel immer das austesten.

00:18:45: einen kleineren Bereich nicht gleich voll hochskalieren und aus dem ganzen Land oder Kontinente die Informationen abgreifen.

00:18:51: Und in diesen Pilotprojekten, das sind immer sehr kurze Projekte, also so ein bis zwei Development Springs bei uns, also sprich zwei bis vier Wochen, wo wir wirklich intensiv mit dem ganzen Team daran arbeiten in Kooperation mit dem Kunden, um genau zu verstehen, um was geht es denn tatsächlich.

00:19:11: auch welche Sprache sprechen die, da fühlt man sich dann irgendwie besser aufkommen, wenn wir jetzt als Ubicube quasi auch die gleichen Worte verwenden.

00:19:18: Also das ist irrsinnig wichtig.

00:19:21: Und das ist eben, wie gesagt, finde ich die größte Herausforderung, einfach nicht stur dahin zu entwickeln und eben so zu machen, wie man glaubt, dass es passt.

00:19:30: und man muss auch quasi Ich glaube, ich den Mut aufbringen, wenn man jetzt ein Forschungsprojekt macht, das sehr industriell nahe ist.

00:19:37: Und da im Proposal stehen gewisse Dinge drin, wie das sozusagen ablauft.

00:19:41: Aber man merkt dann im Zuge des Projekts, vielleicht in Zusammenarbeit mit einem der Stakeholder, das ist eigentlich nicht genau das, was die brauchen.

00:19:48: Wir müssen das ein bisschen ändern.

00:19:50: Also da muss man, glaube ich, auch den Mut haben und sagen, okay, wir ändern es jetzt tatsächlich auch natürlich dann in Rücksprache mit FFG.

00:19:56: Aber ich sage mal, die werden nie irgendwie sagen, na, das dürft sie nicht so öfter werden.

00:20:00: Also, wie gesagt, das ist... Das ist der springende Punkt, einfach ganz nah am Kunden, Domänenwissen aufbauen.

00:20:08: und das unterschätzen glaube ich viele und das ist in Summe aus meiner Sicht eben die größte Herausforderung.

00:20:15: Wie schaut so eure Internationalisierungstrategie aus, weil ja ein Produkt und das was ihr anbietet, das ist natürlich von Anfang an global.

00:20:23: Aber es ist natürlich mit wenigen Leuten auch schwierig, jetzt in allen Märkten Kunden zu bedienen.

00:20:28: Das heißt, wie schaut eure Strategie aus?

00:20:30: Also wir sind momentan in Österreich und in Deutschland aktiv.

00:20:35: Eklavus sowie hat viele Staaten natürlich aus Österreich.

00:20:38: Da haben wir keine kulturellen Themen.

00:20:40: Die Städte, das ist bei uns am Jahr wichtig, die Städte schauen sehr ähnlich aus.

00:20:44: Gebäude in Deutschland und Österreich sind sehr ähnlich.

00:20:47: in den Zentral-Europa generell.

00:20:49: Aber wenn man jetzt sozusagen gleich sagt, okay, wir skalieren auch noch was in Südamerika, da schauen Gebäude und steht da halt anders aus.

00:20:56: Da müssen die Algorithmen, die wir entwickeln, auch adaptiert werden, also für bestimmte geografische Regionen.

00:21:03: Aber ja, wie gesagt, wir sind gerade dabei, schon auch unsere Fühler auszustrecken und in andere europäische Länder auch einzudringen.

00:21:11: Vor allem da geht es ja eben auch, wenn man... Also diese Homogenisierung dieser Daten, also unsere idealen Kunden brauchen eben Bauwerksinformationen für ganz Europa zum Beispiel, ja große Versicherungen, also auch Beispiel zu nennen.

00:21:25: Und da ist eben dieser springende Punkt diese Harmonisierung, so als würde es quasi keine Ländergrenzen weggeben, dass man zentrale Datenbasis hat.

00:21:34: und da versuchen wir uns jetzt eben sukzessive fortzuarbeiten.

00:21:36: Genau, also startend in Österreich, Deutschland und schön langsam dann die Diskalierung Europa und dann Die nächsten Märkte werden dann wahrscheinlich eher in Nordamerika sein bzw.

00:21:49: ja aus Südamerika habe ich vorher auch schon erwähnt.

00:21:52: Genau.

00:21:54: Werner, jetzt hast du von beiden hier unabgesprochen in Richtung FFG schon einen Dank bekommen für die Unterstützung.

00:22:01: Das heißt, ich gehe davon aus, dass die FFG in beiden Fällen unterstützt.

00:22:04: Jetzt aber ganz allgemein, woran erkennt ihr oder nach welchen Kriterien entscheidet ihr, was im Space-Tech-Bereich Unterstützungswert ist und was macht es konkret?

00:22:17: In dem Fall ist es auch ein bisschen so, dass wir selber das Geld der österreichischen Steuerzahler geht Richtung Europa zu ESA und das Geld wird dann von dort vergeben.

00:22:27: Es ist nicht so, dass wir darüber entscheiden.

00:22:31: Für die Entscheidungen jetzt.

00:22:32: Aber wir sind hier sehr stark in dieser Eblahrolle, weil eben auch schon, wie gesagt, Österreich hier viel zu klein wäre, dass man hier in einer globalen Wettbewerb, was bewegen könnte, auch von den Projektdimensionen, die dann sehr stark und sehr schnell in Größenordnungen kommen, wo es vielleicht auch sonst für ein Start-up zu viel ist.

00:22:53: Grundsätzlich, wir schauen uns immer beide Seiten an, also sehr stark dieser wissenschaftliche Anteil im Sinne von, wie innovativ ist das?

00:23:00: Also ist das was Neues oder gibt es das schon?

00:23:03: Ist jetzt insbesondere vielleicht auch in einer europäischen Perspektive, wo man eben in diesem Bereich auch mit Amerika in Konkurrenz steht oder mit Asien schon noch einmal spezifisch die für Souveränitätsthemen für Europa relevant unter dieser Brille das anzuschauen, also einerseits die Innovation und auf der anderen Seite wie gesagt auch der kommerzielle Verwertbarkeit.

00:23:24: und dann schauen wir uns natürlich interne Themen an wie... ist das Team in der Lage, dieses Projekt umzusetzen.

00:23:30: Das ist sehr, sehr wichtig, weil einerseits sind größere Summen, auf der anderen Seite hat sehr, sehr langen Vorlauf.

00:23:37: Das heißt, es ist nicht so, dass mein Projekt, da kann man entspringt, wie du vorher gesagt hast, zwar was lernen, aber grundsätzlich der Background sollte schon da sein.

00:23:44: Aber dieses Product Market Fit ist sicher schon eines.

00:23:48: Das heißt auch, wenn das ein Projekt ist, das zu einem gewissen Zeitpunkt eingereicht wird und dann auch genehmigt wird.

00:23:55: ist diese Adaption in diesem Fall schon wichtig, weil da kann viel passieren.

00:23:59: Es sind lange Laufzeiten, lange Entwicklungen.

00:24:02: Das heißt, das auch immer wieder anzuschauen ist relevant.

00:24:05: Das heißt, in der Regel sind aus der ALR die Personen auch mit dem Projekt verantwortlichen Projekt dann auch in Kontakt über die Projektlaufzeit.

00:24:15: Was wir vielleicht anders sehen, ist jetzt, dass immer mehr Startups insbesondere auch in den FFG-Basis-Programme einrechnen.

00:24:22: Das heißt, Das sind jetzt eher schon, würde ich sagen, Richtung kommerzieller.

00:24:27: Das heißt, wir sehen es auch in der Einreichungsthematik, dass nicht nur die ESA Kunden sind, sondern auch Schreiber, sondern dass man Projekte entwickelte direkt in Richtung Kommerzialisierung geht.

00:24:39: Und da sind es die Kriterien wie sonst bei den Basisprogrammen, die aber auch mit der Thema Innovation, das zweite Wirtschaftlichkeit und das dritte ist eben das Thema Team.

00:24:48: Wir uns anschauen und wenn der Kriterium oder Wert überschritten wird, dann ist es förderbar.

00:24:53: Aber es müssen alle drei Bereiche zusammenspielen.

00:24:55: Also es geht nicht, dass ein Projekt extrem innovativ ist, aber Null kommerziell als Sicherungsschance hat, damit es auch abgelehnt.

00:25:04: Dieses Podcast-Format richtet sich vor allem auch natürlich an Gründerinnen und Gründer, die vielleicht gerade gegründet haben oder sich überlegen zu gründen oder vielleicht auch schon dabei sind.

00:25:14: Deshalb wollen wir auch immer so ein bisschen... Fehlschläge teilen oder Themen, die vielleicht nicht so funktioniert haben, weil daraus lernt man bekanntlich vielleicht sogar mehr als aus den Dingen, die funktionieren.

00:25:26: An euch beide deshalb die Frage, gab's auf diesem Skalierungspfad, auf diesem Kommerzializierungspfad auch eurer Lösung irgendwelche großen Fehlschläge, wo ihr sagt, okay, das können wir jetzt allen empfehlen, das ist die Finger vor dem oder macht's das jetzt nicht, Andreas?

00:25:44: Ja, sehr gute Frage.

00:25:46: Also da wie vielleicht zwei Themen, das eine wie ich schon erwähnt, wir haben einen Forschungsprojekt, der mal wirklich stur durchgeboxt nachplanen, ohne irgendwie jetzt anzupassen quasi am Weg, weil wir sind natürlich am Weg dann im Zuge des Projekts schlauer geworden, was der Kunde wirklich will, aber sind nicht wirklich drauf eingangen.

00:26:06: Also das würde jetzt im Nachhinein nie mehr so machen.

00:26:10: Und ja, das zweite Thema ist halt immer auch so Personalentscheidungen.

00:26:14: Wo man natürlich nicht immer wissen kann, in welche Richtung geht das?

00:26:18: Auch über lang auf der Suche, noch Mitgründern.

00:26:23: Also das ist relativ herausfordernd für mich gewesen und war auch teilweise eben ein bisschen eine Bremse, weil man halt mit so Themen beschäftigt ist.

00:26:32: Aber ja, das ist halt auch so eine Bauchgefühlsache, sage ich mal.

00:26:35: Und ich habe dann öfters nicht auf mein Bauchgefühl gehört und das hat dann eben nur bedingt gut funktioniert, sagen wir so.

00:26:45: Thomas?

00:26:46: Aus meiner Sicht ist einer der großen Punkte immer sicherzustellen, dass man im Rollercoaster nicht vergisst, dass der nicht nur nach unten geht, sondern wenn es heute mal richtig schlecht geht, dann muss man sich einfach ansehen, was kann ich ändern, was ist in meinem Einflussbereich, was ich verändern und verbessern kann und das auch dann rasch und fokussiert umsetzen und tatsächlich ändern.

00:27:14: Weil es ist meine Erfahrung nach und ich mache seit im wesentlichen, trenzwanzig Jahren Startups.

00:27:24: Alle bisher erfolgreich, aber es ist ein Tag extrem super und der nächste furchtbar.

00:27:33: Und man darf sich davon nicht irritieren lassen, sondern ganz zielstrebig daran arbeiten zu schauen, wie kann ich das Risiko minimieren und mich ganz einfach auch diversifizieren, was das Risiko betrifft.

00:27:49: Und das ist eigentlich so mein Hauptmotto, Risikominimierung und Ruhe bewahren, wenn es mal nicht

00:27:57: so gut geht.

00:28:00: Werner, ihr, du, ihr seht jetzt natürlich viele Start-ups, Scale-ups, begleitet es viele, auch über die Jahre gibt es so typische Fehler, wo du sagst, die ließen sich vermeiden, man kann natürlich auch sagen, jeder Fehler bringt dich weiter, aber gibt es gibt so Sachen, wo du sagst, das sehe ich immer wieder und lasst es leilen?

00:28:18: Das ist jetzt vielleicht gar nicht spezifisch auf diesem Sektor geboten, aber... Unsere Klienteles in der Regel kommt aus der Forschung, aus der Wissenschaft, sind sehr stark mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit und ihrer Technologie verbunden.

00:28:35: Da brennen sie auch dafür, da ist auch das Herz zu Hause, allerdings eben in Richtung, dann gibt es dafür kommerzielle Anwendungen, wie sie Kunden aus, das Feedback von Kunden vielleicht auch annehmen können und diese Veränderungen zu machen.

00:28:50: und vielleicht auch nicht scheu zu sein, zu verkaufen.

00:28:52: Ich glaube, das ist überhaupt ein Tipp.

00:28:54: Also sehr, sehr früh in Richtung auch verkaufen, auch wenn es vielleicht komplex ist und schwierig ist, aber da kriegt man sehr, sehr viel.

00:29:01: Feedback und das nicht erst so in einer späten Phase, sondern einfach schon früh anfangen.

00:29:05: Ich glaube, das ist was, was aus meiner Sicht generell in diesen technischen Themen relevant ist und da vielleicht auch jemanden, wenn man aus der Wissenschaft kommt, vielleicht auch jemanden zu suchen, der das Talent für das Außen, für die Kommunikation, für ... Wenn das Gründerinnen und Wissenschaftlerinnen in sich vereinen können, super, wenn man das nicht hat, dann muss man sie entweder da hin entwickeln oder jemanden finden, der diesen Skill hat.

00:29:30: und gut zu einem passt.

00:29:33: Ja, Andreas, den Punkt, den der Werner gerade angesprochen hat, hast du ja auch schon zweimal kurz angesprochen, aber ganz konkret.

00:29:39: anschließend die Frage, wie schafft man das, dass man wirklich nah an den realen Kundenproblemen bleibt, sich nicht in der Technologie verliert oder zu abgehoben ist, um hier einen Wortwitz einzubauen?

00:29:52: Ja, also... Kommunication is key bei dem Thema, also ist ganz wichtig nahe am Kunden zu sein, also mit dem auch viel zu sprechen und da ist auch eine Herausforderung haben wir auch gelernt zuzuhören und nicht quasi immer im Pitch-Modus zu sein und zu sagen was man nicht alles tolles machen kann, sondern wirklich aktiv zuhören.

00:30:13: und das ist sehr anstrengend auch quasi nichts zu sagen und einfach mal reden lassen und zuzuhören.

00:30:20: Also das ist irrsinnig wichtig und das muss man sich, glaube ich, aneignen.

00:30:23: Das kann man, glaube ich, zum gewissen Grad auch lernen, ein sehr, sehr guter Zuhörer zu sein und eben genau dann rauszufiltern, was für einen jetzt von der technologischen Seite relevant ist.

00:30:34: Und ja, das Thema abgehoben.

00:30:37: Also wir sind immer wieder mit so Themen konfrontiert, wo die dann, wo Kunden dann sagen, na ja, woher wisst man überhaupt, dass das stimmt, was ihr da macht?

00:30:46: Könnt ihr quasi uns alles erzählen?

00:30:48: in die Richtung.

00:30:49: Und eben da sind auch diese Pilotprojekte sehr hilfreich, wo wir das in ausgewählten geografischen Bereichen unserer Technologie demonstrieren, wo sich die Kunden auskennen, wo sie sich wohlfühlen sozusagen und wo sie wissen, wie das sozusagen die Gebäude dort ausschauen auch.

00:31:04: Und da liefern wir dann eben die Informationen, um Credibility aufzubauen.

00:31:09: Und das ist sehr wichtig auch.

00:31:12: Thomas.

00:31:13: Wie sichert ihr das, dass ihr euch nicht in der Technologie verliert und nah beim Kunden seid?

00:31:20: Es gibt ja den schönen Ausspruch, dass sich niemand für dich oder dein Produkt interessiert, solange du ihm nicht einen Grund dafür gibst.

00:31:30: Und das ist, das trifft bei uns ganz genau zu.

00:31:33: Wir schaffen Verkäufe nur dann, wenn wir eben ein ganz konkretes Problem beim Kunden lösen, das beim Kunden Umsätze generiert.

00:31:42: Und wir haben ab dem ersten Jahr unseres Bestehens Umsätze mit Kunden generiert und dadurch haben wir ganz einfach auch immer nah am Kunden entwickelt, um bestmöglich vorherzusehen, was funktioniert nicht nur für diesen einen Kunden, sondern wie möglichst viele, um hier entsprechend skalieren zu können.

00:32:04: Wir haben jetzt über Herausforderungen und Lowlights gesprochen.

00:32:08: Jetzt möchte ich natürlich auch die andere Seite noch kurz mit euch beleuchten, gab es Momente oder vielleicht auch den einen Moment, wo ihr euch gedacht habt, das funktioniert wirklich.

00:32:18: Das hat sich jetzt ausgezahlt, alles, was ich da jetzt investiert habe mit dem Team gemeinsam.

00:32:24: Andreas?

00:32:25: Ja, also ich habe es vorhin auch erwähnt, wenn man Projekte macht und dann Technologien und Use Cases arbeitet, wo man glaubt, dass das gebraucht wird und dann kommt man eben im Zuge dieser Arbeit drauf, dass das vielleicht nicht so ist.

00:32:41: Aber wie gesagt, das ist ein schlechtes Zeichen, wenn sich jetzt niemand auf ein Pilotprojekt zu seiner neuen Technologie quasi einlässt.

00:32:49: Und für uns... war schon dann der Punkt, wo wir diese Thematik mit den Gebäudeinformationen, Liegenschaftsinformationen wieder aufgegriffen haben, da man jenseitig positive Resonanz und auch es ist viel leichter gegangen, auf einmal irgendwie Pilotprojekte zu starten oder so sukzessive dann auch in einer zweiten Phase dann hoch zu skalieren, schon größere Bereiche zu machen mit dem Kunden.

00:33:12: Wie gesagt, das ist ein sehr tolles Zeichen.

00:33:15: Das war für mich dann die Bestätigung.

00:33:17: Wir sind da ganz klar am richtigen Weg.

00:33:19: Das sind Firmen bereit dazu, auch in einer frühen Phase schon Geld zu investieren.

00:33:25: Und dann geht es halt natürlich wesentlich einfacher.

00:33:30: In unserem Fall ist es so, wenn die europäische Raumfahrt und Luftfahrtsbehörde auf uns zukommt und fragt, ob wir nicht diese Standardisierung der Schnittstelle leiten möchten, weil wir ganz einfach den de facto Standards liefern, dann ist das für uns eine wunderbare Bestätigung.

00:33:46: Und wenn Firmen, die viele Milliarden Jahresumsatz machen, unsere Technologie dann wide labelled in ihre Plattformen integrieren, dann ist das für uns auch eine unheimliche Genugtuung und bestätigt, dass wir so falsch nicht gelegen sind.

00:34:02: Sehr schön, da möchte ich gerne noch mit euch einen kleinen Blick in die Glaskugel machen und zwar fünf Jahre in die Zukunft und möchte gerne mit dir Werner beginnen und zwar wo siehst du Space Tag als Vertical im österreichischen Kontext in fünf Jahren, wo geht die Reise hin?

00:34:19: Ich glaube, da gibt es sehr unterschiedliche Hebel.

00:34:21: Auf der einen Seite ist es eben sehr stark, dass das privatisiert wird, dass es stärkere inkommunzielle Anwendungen gehen, dass nicht nur der Staat der einzige Kunde ist.

00:34:31: Das heißt, ich glaube, da wird in den nächsten fünf Jahren viel weitergehen.

00:34:36: Auf der anderen Seite ist das Thema Wecrof Europa sicher auch ein Thema.

00:34:41: Das heißt, wo wir uns vorher darauf verlassen haben, dass das zumindest in der westlichen Hemisphäre funktioniert oder global funktioniert, sind wir vielleicht mittlerweile doch so, dass wir ein redundantes System zumindest dafür haben, wenn wir nicht überhaupt das quasi dementsprechend in Europa alleine mal entwickeln.

00:34:59: Das heißt, da wird sicher auch Budgets geben, die der zukünftig Stärke in diese Ecke zeigen.

00:35:06: Und was ich vorher schon gesagt habe, dass auch in Richtung Upstream da einige Dinge sehen, ich glaube, wenn man ISA Aerospace schaut, die haben, glaube ich, einen ganz guten Boom gehabt, zumindest in den Social Media, haben auch große Investments bekommen.

00:35:22: Bei uns gibt es auch eine Frequente, eine Detekte, die es in anderen Bereichen vielleicht geschafft haben, richtig groß zu werden.

00:35:30: die Hoffnung, dass in fünf Jahren vielleicht die beiden, die heute hier sitzen, dass wir über sie sprechen, nicht das Podcast teilnehmen, sondern wirklich als Rollmodel und dass das ein Zunicorn oder ein Unicorn aus dem Bereich ist.

00:35:44: Ach, das greife ich doch gleich auf, Andreas.

00:35:47: Wo steht sie in fünf Jahren?

00:35:48: Nehmt ihr?

00:35:49: Passt.

00:35:51: Ja, also wir haben, geht's ja um die Firmenvision sozusagen und wir haben tatsächlich vor nicht allzu langer Zeit zu Firmen Retreat gemacht, wo es genau um Vision gegangen ist, also Vision Workshop sozusagen.

00:36:06: Und da haben wir das auch tatsächlich formuliert.

00:36:08: Also unser Ziel ist es, unsere Vision ist es, der weltweit führende Anbieter von Bauwerks- und Liegenschaftsinformationen zu sein für Unternehmen im Energiebereich und Real Estate und Versicherungen.

00:36:22: Und die eben mit Daten gestützten Lösungen auszustatten für eine intelligente und nachhaltige Zukunft.

00:36:29: Genau, das ist so unser aktuelles Vision Statement.

00:36:33: Thomas, wie schaut Euras aus?

00:36:35: Ja, wir sind operativ live mit unserer Technologie, die eine Enabling-Plattform ist für autonome und skalibare Drohnenflüge in Spanien, Deutschland, Holland, England.

00:36:51: demnächst flächendeckend in den USA.

00:36:54: In fünf Jahren gehe ich davon aus, dass unsere Technologie eigentlich die DEFACTO Standard-Technologie für alle Mobilfunkbetriebene oder Mobilfunkunterstützten Dronen-Operations sein.

00:37:10: Und darüber hinaus glauben wir und hoffen wir, dass wir in fünf Jahren unsere Technologie im Dual-Use-Case-Bereich, im Defendstech-Bereich für das Erkennen von Störungen im digitalen Luftraum ebenfalls etabliert sein wird.

00:37:29: Das ist unser großes Ziel.

00:37:32: Sehr schön.

00:37:33: Zum Abschluss haben wir jetzt viele über das Wörtel gesprochen, wo sich Sinn entwickeln kann über eure Unternehmer und über die Rolle der FFG in diesem Ökosystem.

00:37:41: Was wir jetzt natürlich noch ein bisschen genauer unter die Lupe nehmen wollen, seid ihr als Menschen und Personen hinter den Organisationen, die ihr vertreten.

00:37:50: Und wir machen das im Rahmen unserer Scale Speed Round.

00:37:53: Das heißt, ich werfe euch Wordrap-artig fünf Fragen auf.

00:37:58: Ihr beantwortet die so kurz wie möglich mit ein bis zwei Sätzen.

00:38:02: Wir gehen immer reihum.

00:38:03: Und wir starten mit, wenn ich morgen neu starten könnte, würde ich...

00:38:11: Aus den vergangenen Starter-Befahrungen noch mehr lernen und aktuell nicht allzu viele anders machen.

00:38:18: Ich würde viel fokussierter loslegen und nicht versuchen, alle Probleme, die man mit Erdbeobachtung lösen kann, gleichzeitig zu lösen.

00:38:28: Hätte ich statt das Adlersuchsystem zumindest ein Schreibmaschinenkurs belegt, dann würde es flatter gehen.

00:38:35: Interessant, was man hier alles erfährt.

00:38:37: Mein größter Ah-Moment war...

00:38:41: Ich habe eineinhalb Jahre in den USA gelebt und gearbeitet und mein größter AHA-Effekt war, die kochen auch nur mit Wasser, nur verkaufen sie es besser.

00:38:51: Ja, für mich ein großes Learning, ein AHA-Moment war, bei Preisverhandlungen ist stille ein sehr mächtiges Instrument.

00:39:02: AHA-Moment ist was ganz klein anfangen kann, mit einem ganz, ganz kleinen Improverkonzept, über kurze Zeit wirklich zu einem Riesen.

00:39:11: So ein Riesending werden, insbesondere wenn man jetzt in die Eischart sehen wird, ist öfters.

00:39:17: Mein größter Erfolg und vielleicht auch was dabei fast schiefgegangen ist, falls es sowas gab?

00:39:22: Ich hatte bisher zwei erfolgreiche Exits und da kann unendlich viel schief gehen.

00:39:30: Mein größter Erfolg, würde ich jetzt sagen, ist, dass ich meine Traumfrau gehört hatte und dass wir zwei tolle Kinder haben, dass für mich diese Familie die Basis ist, dass ich funktionieren kann und eben auch in dieser sehr dynamischen, hektischen Start-up-Welt auch gut weiterkommen.

00:39:48: Vielleicht jetzt abseits von den privaten, beruflich, dass ihr beide offensichtlich die Unterstützung der FFG relevant findet.

00:39:56: Das hören wir immer öfters, ohne dass wir laut sind.

00:39:59: Es ist für mich ein persönliches Highlight, wenn das kommt, ohne dass wir das aktiv promoten müssen.

00:40:06: Mein persönlicher Purpose ist,

00:40:09: im Start-up-Bereich gibt es kaum was Tolleres als aus einer Idee ein Produkt zu machen, das global bei ganz großen Firmen nicht nur verkauft, sondern operativ zum Einsatz kommt.

00:40:24: Das ist wie ein Suchtfaktor.

00:40:27: Ja, mein persönlicher Purpose ist so ein selbstbestimmtes Leben zu führen, irgendwie im Einklang mit Familie, Beruf und auch mit mir selbst und dabei am Weg eben Nützliche und Wertbringende Services anzubieten.

00:40:46: Vielleicht bei mir auch eher diese Enablerrolle zu sagen, ich freue mich, wenn andere Erfolg haben können, damit zu wirken, man muss vielleicht nicht in der ersten Reihe stehen, aber damit andere klänzen können.

00:40:58: Es ist ein Antrieb für mich, dass das gut funktioniert.

00:41:02: Und ganz wichtig und last but not least mein wichtigster Rat an Gründerinnen und Gründer ist.

00:41:09: Unterschätzt euch nicht.

00:41:12: Das gefällt mir.

00:41:13: Ja, vertraut auf euch selbst und also dran bleiben, eine gewisse Resilienz ist sehr wichtig.

00:41:21: Erfolge auch feiern können.

00:41:24: Was für ein schöner Schlusssatz.

00:41:25: Ich danke euch ganz herzlich für die spannenden Einblicke, für das tolle, inspirierende Gespräch.

00:41:32: Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, herzlichen Dank auch an euch, dass ihr wieder dabei wart.

00:41:37: Herzlichen Dank fürs Einschalten.

00:41:38: Tschüss,

00:41:38: Papa.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.